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LEONDING. Der Rosenbauer Konzern ist im ersten Halbjahr 2020 trotz der Einschränkungen durch die Covid-19 Pandemie weiter stark gewachsen. So stieg der Umsatz der Gruppe im Periodenvergleich um plus 16 Prozent, von 394,6 Millionen Euro auf 458 Millionen Euro, der damit bezogen auf den Berichtszeitraum einen neuen historischen Höchststand markiert.

 (Foto: Rosenbauer International AG)
(Foto: Rosenbauer International AG)

Obwohl der Auftragseingang durch die Krise beeinträchtigt war - viele Feuerwehren standen nur im Einsatzfall zur Verfügung und hatten das sonstige Programm drastisch zurückgeschraubt - liegt dieser mit gut 455 Millionen Euro auf dem Niveau des aktuellen Umsatzes. Die Belastungen für den Feuerwehrausstatter beliefen sich aufgrund der Pandemie auf neun Millionen Euro, dennoch liegt der EBIT (der Gewinn vor Zinsen und Steuern) mit 5,4 Millionen über dem Vorjahr. Vor dem Hintergrund eines unverändert soliden Auftragsbestandes rechnet der Rosenbauer-Vorstand für das Gesamtjahr mit einem leichten Umsatzanstieg.

Markt stabil

Rosenbauer CEO Dieter Siegel erläutert in der Pressekonferenz zur Präsentation des Halbjahresergebnisses am Freitag, 14. August, dass der Weltmarkt für Feuerwehrfahrzeuge stabil bleibt: „Es gab in den letzten Jahren eine kontinuierliche Entwicklung mit nur wenigen Einbrüchen“. Das Leondinger Unternehmen kann in diesem Geschäftsbereich auf einen Weltmarktanteil von 16 Prozent verweisen. „Bei Sonderfahrzeugen - wie etwa für Flughäfen - liegen wir bei knapp 50 Prozent, im Weltmarkt ist das aber eher ein kleines Segment“, so Siegel.

Der führende Systemanbieter für mobilen Brandschutz möchte aber auch in anderen Bereichen seine Tätigkeit forcieren. „Der stationäre Brandschutz ist für Rosenbauer aus strategischen Gründen eine wichtige Nische. Die beiden Bereiche werden in der nächsten Zeit noch weiter zusammenwachsen“, erklärt der Geschäftsführer. Besonders die Bereiche Ausrüstung und Pumpenservice sollen ausgeweitet werden, bringen diese doch eine intensive Kundenbindung und viele Kontakte mit sich.

Weiteres Wachstum

Da im zweiten Halbjahr ein Großteil der Auslieferungen stattfinden wird, ist Finanzvorstand Sebastian Wolf zuversichtlich, dass es zu einer weiteren Verbesserung des Cashflows aus der operativen Tätigkeit kommt. „Wir sind im zweiten Quartal - trotz Corona - um drei Prozent gewachsen. Erfreulich ist zusätzlich, dass wir ein Umsatzwachstum aus allen Unternehmensbereichen vermelden können“, so Wolf. Der nordamerikanische Raum ist derzeit für den Konzern ein sehr starkes Standbein. Der Auftragseingang ist gegenüber dem Vorjahr um 19 Prozent gestiegen, der Ausrüstungsverkauf hat sich verdreifacht. Im zentraleuropäischen Raum profitiert Rosenbauer von einer starken Verankerung im Kommunalgeschäft.

„Dieser Bereich wurde in den letzten Jahren forciert. Er bringt zwar nicht so hohe Umsatzzahlen, aber für uns wertvolle Kontinuität“, erklärt der CFO. Problematisch gestaltet sich die Lage derzeit in Asien, mit China an der Spitze. „Dort herrscht aktuell praktisch Stillstand, die Nachfrage ist aufgrund von vielen verschobenen Großprojekten - von denen der Markt lebt - sehr gering“, erläutert Wolf. Da sich jedoch die Auftragslage im Mittleren und Nahen Osten sehr positiv entwickelt hat, kann ein positives Resümee gezogen werden: „Angesichts der weltweiten Lage läuft es aber für uns sehr zufriedenstellend.“

 


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