SP und FP kritisieren: „ÖVP lässt immer öfter die Muskeln spielen“

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Michaela Primessnig Michaela Primessnig, Tips Redaktion, 24.11.2020 13:00 Uhr

KEMATEN. In einer gemeinsamen Aussendung kritisieren die Oppositionsparteien SPÖ und FPÖ das „nicht nachvollziehbare“ Priorisieren bei der Umsetzung von Bauprojekten in der Gemeinde. Während der Skaterpark seit Monaten nicht benutzbar sei, hätte man den kostspieligen Bau eines Weges „ins Nirgendwo“ vorgezogen.

„In Kematen an der Krems wird derzeit an vielen wichtigen Projekten gearbeitet, die die breite Zustimmung aller Parteien und der Bevölkerung finden. Jedoch gibt es auch zahlreiche Altprojekte, die noch nicht abgeschlossen wurden, zum Beispiel den Skaterpark, der seit Monaten unbenutzbar ist“, kritisieren die beiden Fraktionsobmänner der FPÖ, Christian Deutinger, und der SPÖ, Helmut Führlinger. „Statt offene Wegeprojekte wie die Verbindung vom Sachsweg zum Hochfeld oder Schlossberg zum Martinshof endlich abzuschließen, hat die ÖVP im Alleingang einen Weg vom Sachsweg zum Gardeweg mit einem Neigungswinkel von teilweise rund 30 Prozent sowie die Vorarbeiten zum Anschluss Welserberg bereits realisiert, der weder in Planung noch für heuer budgetiert war“, zeigt sich die Opposition empört. „Die ÖVP Kematen lässt in letzter Zeit immer öfter die Muskeln spielen und nutzt ihre absolute Mehrheit, um Beschlüsse durchzudrücken“, zeigt sich Deutinger verärgert.

Skaterpark für die Jugend müsse jetzt Vorrang haben

„Als Jugendausschussobmann finde ich es bedenklich, dass gerade in der Coronazeit der Skaterpark seit Monaten nicht benutzbar ist, gleichzeitig die Errichtung eines Weges ins Nirgendwo um rund 50.000 Euro schon abgeschlossen wurde.“ ÖVP ruft zu konstruktiver Arbeit auch vor Wahlen auf „Was ich nicht verstehe, ist die Kritik im Nachhinein an diesen Vorhaben, von denen der Großteil einstimmig beschlossen wurde“, zeigt sich ÖVP-Obmann Thomas Angerer verwundert über die Kritik. „Wahrscheinlich spielt die bevorstehende Wahl 2021 eine wesentliche Rolle in den Hinterköpfen.“ Bürgermeister Markus Stadlbauer appelliert im Sinne der Kematner Bevölkerung, sich auch 2021 konstruktiv einzubringen und nicht immer nur das „Haar in der Suppe“ zu suchen.

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