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ANSFELDEN. Am 29. und 30. Juni fand im Gasthaus Stockinger in Ansfelden die mündliche Verhandlung zur Umweltverträglichkeitsprüfung für die Umfahrung B139 Neu in Haid statt. Die Bürgerinitiative kritisiert, dass nach wie vor wichtige Kritikpunkte von Bürgern unberücksichtigt bleiben.

 (Foto: disq/stock.adobe.com)
(Foto: disq/stock.adobe.com)

„Beeindruckend war das Aufgebot an sogenannten ExpertInnen, die das Straßenprojekt machtvoll präsentierten. Die Bevölkerung konnte ihre Fragen und Einwendungen darlegen. Die Antworten waren aber meistens sehr unbefriedigend. Sachverständige verwiesen stets darauf, dass sie nur im Rahmen der geltenden Gesetze und Verordnungen agieren könnten und daher die vierspurige autobahnähnliche neue B139 umweltverträglich sei, obwohl diese mehr als 12.000 zusätzliche Autofahrten täglich verursacht“, berichtet Anni Jank von der Bürgerinitiative „Verkehrswende jetzt!“ nach der mündlichen UVP-Verhandlung. Kritiker seien aber fair behandelt worden, konnten ausreden, nachfragen und sich beliebig oft zu Wort melden. Ihre Einwendungen wurden zu Protokoll genommen, das sie auch Korrektur lesen durften. „Allerdings sind diese Wortmeldungen bedeutungslos, und es zählt nur das, was die Sachverständigen sagen. Unter solchen Umständen gleicht das UVP-Verfahren einer Show, bei der das Ergebnis schon im Vorhinein feststeht“, so Jank.

Nicht umwelt- und klimaverträgliches Projekt

Weiters kritisiert die Bürgerinitiative, dass das Projekt nicht in einem größeren Rahmen behandelt worden sei, sondern nur der Neubau in Haid, obwohl der vierspurige Ausbau der Umfahrung Haid einen vierspurigen Ausbau der Umfahrung Traun nach sich ziehen würde. Verkehr sei außerdem mit Kfz-Verkehr gleichgesetzt worden so die Initiative: „Der Bürgermeister von Ansfelden verwies zwar in seinem Eingangsstatement auf die Wichtigkeit einer Verlängerung der Straßenbahnlinie von Traun bis Ansfelden. Diese wurde aber bei der Umweltverträglichkeitsprüfung nicht berücksichtigt. Die vorgelegten Verkehrsmodelle und Prognoserechnungen wurden als die einzig möglichen Entwicklungen dargestellt. Allerdings können die errechneten Verkehrsentwicklungen, mit denen die vierspurige neue B139 begründet wird, nicht nachvollzogen werden, da die Basisdaten nicht bekannt gegeben werden.“Die Bürgerinitiative sieht das Großstraßenprojekt nach wie vor als nicht vertretbar in Bezug auf die Lärmbelästigung, die Luftverschmutzung und die Umwidmung und Versiegelung von Flächen. „Das Projekt einer überdimensionalen vierspurigen autobahnähnlichen Umfahrung Haid, die den Kfz-Verkehr befeuert, kann in Zeiten einer zunehmenden Klimakrise nicht umwelt- und klimaverträglich sein. Der Widerstand dagegen wird daher weitergehen!“, so Jank.


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