Sanierungsverfahren beantragt: 50 Dienstnehmer sind von der Pleite von Gragger & Cie betroffen
ANSFELDEN/LINZ/WIEN. Im November musste Bio-Bäcker Helmut Gragger nach etwas mehr als einem Jahr die Filiale seiner Holzofenbäckerei Gragger & Cie in Linz (Landstraße 66) wieder schließen. Grund dafür war der andauernde Personalmangel bei den Bäckern am Produktionsstandort Ansfelden (Tips berichtete). Nun wurde ein Sanierungsverfahren beantragt.

Im Herbst 2021 hatte Bio-Bäcker Helmut Gragger – zusätzlich zu seinen vier Wiener Geschäften – die erste Filiale in der Linzer Landstraße 66 eröffnet. Nach nur etwas mehr als einem Jahr musste der aus Oberösterreich stammende Unternehmer das Geschäft wieder schließen. Am Samstag, 5. November, war der letzte Verkaufstag in Linz. Helmut Gragger hatte – wie ein Großteil der Branche – mit einem andauernden Personalmangel bei den Bäckern in seiner Backstube in Ansfelden zu kämpfen. „Das Kunden-Feedback in Linz war toll, aber uns fehlen seit dem Sommer mindestens zwei Vollzeit-Bäcker:innen in Ansfelden“, so Helmut Gragger. Die Backstube in Ansfelden wurde daher bis auf Weiteres stillgelegt.
Gestern, am 29. Dezember, stellte die „Gragger & Cie GmbH“ nun einen Antrag auf Eröffnung eines Sanierungsverfahrens ohne Eigenverwaltung am Handelsgericht Wien. Die Passiva betragen 1,16 Millionen Euro. Betroffen sind davon sind 50 Angestellte.In der Mitteilung des KSV 1870 heißt es: „Die Schuldnerin beabsichtigt eine Fortführung und Sanierung des schuldnerischen Unternehmens. Sie bietet ihren Gläubigern einen Sanierungsplan mit einer Quote von 20%, zahlbar binnen 2 Jahren ab Annahme des Sanierungsplans. Es ist beabsichtigt, den Sanierungsplan aus dem Unternehmensfortbetrieb zu finanzieren. Der noch zu bestellende Insolvenzverwalter wird nun zu prüfen haben, ob die Sanierungsbestrebungen tatsächlich aufrechterhalten werden können.“


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