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LINZ-LAND. Im Zuge des diesjährigen Weltfrauentags erheben Sabrina Klausberger und Renate Heitz von der SPÖ OÖ ihre Stimme, um auf bestehende Ungerechtigkeiten und Diskriminierungen gegenüber Frauen aufmerksam zu machen. Unter dem Motto „Frauen müssen endlich ernst genommen werden“ fordern sie nicht nur am 8. März, sondern an allen Tagen im Jahr die dringende Notwendigkeit der Gleichberechtigung.

Sabrina Klausberger (l.) und Renate Heitz setzen sich nicht nur am Weltfrauentag für mehr Gerechtigkeit zwischen den Geschlechtern aus. (Foto: MecGreenie Production oG)

Die SPÖ Frauen Oberösterreich betonen, dass Frauen täglich unbezahlte Arbeit leisten und in vielen systemrelevanten Berufen dominieren. Trotzdem sind sie häufiger in Teilzeitbeschäftigungen anzutreffen und übernehmen Aufgaben, die ihnen aufgrund gesellschaftlicher Stereotypen zugeschrieben werden. Renate Heitz, Vorsitzende der SPÖ Frauen Oberösterreich aus Ansfelden, erklärt: „Der Mehraufwand bleibt oft unsichtbar, da das Private in Österreich nach wie vor oft ein Tabuthema ist.“

Oberösterreich hinkt im Bundesländervergleich bei der Gleichstellung deutlich hinterher. Sowohl der Gender Pay Gap als auch der Gender Pension Gap platzieren das Bundesland nur auf dem achten Rang. Im Gesundheitsbereich zeigt sich ebenfalls eine besorgniserregende Entwicklung. Im Durchschnitt kommen in Oberösterreich 10.000 Frauen auf nur eine Gynäkologin mit Kassenvertrag. Im Bezirk Linz-Land beträgt das Verhältnis sogar 15.500 Frauen pro eine Gynäkologin mit Kassenvertrag.

Gendermedizin kann Leben retten

Sabrina Klausberger, Bezirksvorsitzende der SPÖ Frauen Linz-Land, hebt die Problematik von „typischen“ Frauenerkrankungen wie Endometriose hervor. Sie kritisiert ein veraltetes Frauenbild, das die Schmerzen während der Regelblutung als normal darstellt und gleichzeitig Frauen in ihren Empfindungen kleinredet: „Das zeigt ein völlig veraltetes Frauenbild, welches Frauen und ihre Empfindungen einerseits kleinredet, im gleichen Atemzug aber paradoxerweise überhöht, indem man ihnen eine höhere Schmerzgrenze attestiert.“

Die Gesundheitsinitiative „Gesundheit kann nicht warten“ von Landesrat Michael Lindner wird ebenfalls in den Fokus gerückt. Die SPÖ OÖ betont die Bedeutung eines sicheren und fairen Zugangs zur bestmöglichen Medizin für eine leistungsfähige öffentliche Gesundheitsversorgung. Kritik wird an der schleichenden Schwächung der Gesundheitsversorgung durch die Motivation „Mehr privat, weniger Staat!“ von ÖVP und FPÖ geübt, welche die soziale Sicherheit im Land gefährde.

Besonders in wirtschaftlichen und sozialen Krisen, wie sie die Pandemie verdeutlicht hat, seien Frauen stärker von finanziellen, wirtschaftlichen und gesundheitlichen Faktoren betroffen. Die SPÖ OÖ setzt sich entschlossen für die Gleichstellung der Geschlechter und die Stärkung der sozialen Sicherheit ein, um die Lebensqualität aller Menschen in Oberösterreich zu verbessern.


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