Erfolg nach Einspruch: Vorerst keine Schließung der Postfiliale in Haid
ANSFELDEN. Die Postversorgung im Ansfeldner Stadtteil Haid ist vorerst gesichert. Die Post-Control-Kommission hat Ende 2025 entschieden, dass der Poststandort am Haider Hauptplatz nicht geschlossen werden darf, solange kein Post-Partner an der vorgesehenen Adresse eingerichtet ist. Für die Umsetzung hat die Österreichische Post AG ein Jahr Zeit.
Der Entscheidung ging massiver Widerstand der Stadtgemeinde Ansfelden voraus. Nachdem die Post AG eine mögliche Schließung bei der Regulierungsbehörde RTR angezeigt hatte, legte die Stadt am 6. Oktober formell Einspruch ein. Seither setzte sich Bürgermeister Christian Partoll mit Nachdruck für den Erhalt der Filiale im bevölkerungsreichsten Stadtteil ein.
Partoll spricht von einem „wichtigen Zwischenschritt und einem klaren Signal“, dass sich Widerstand lohnen könne. Die Postfiliale sei „kein x-beliebiger Standort, sondern eine Lebensader für tausende Menschen“. Gerade für ältere Personen, Menschen ohne Auto und Betriebe sei eine wohnortnahe Postversorgung unverzichtbar. Dass die Filiale als unrentabel eingestuft wurde, sei für ihn „nach wie vor nicht nachvollziehbar“. Als mehrheitlich staatliches Unternehmen habe die Post einen klaren Versorgungsauftrag, betont der Bürgermeister.
Gleichzeitig macht die Stadt klar, dass der Prozess noch nicht abgeschlossen ist. Ein möglicher Post-Partner werde genau geprüft, um eine langfristige und gleichwertige Versorgung sicherzustellen. „Ein Abbau der Nahversorgung durch die Hintertür kommt für uns nicht infrage“, so Partoll. Verbesserungen seien willkommen – entscheidend sei, dass die Versorgung für die Menschen in Haid gesichert bleibe.
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