HÖRSCHING. E-Lkw, Biomasse-Heizwerk und klare Klimaziele: Schachinger Logistik aus Hörsching wird als „Leitbetrieb Austria“ ausgezeichnet – für seinen Kurs Richtung nachhaltiger Transport.

Monica Rintersbacher, Geschäftsführerin von Leitbetriebe Austria, betonte, Dekarbonisierung sei ein zentraler Hebel für Wettbewerbsfähigkeit und Versorgungssicherheit. Bei Schachinger sehe man, „dass dieser Weg mit klarer strategischer Ausrichtung bereits heute möglich ist“.
Das Unternehmen verfolgt mit „Driving Change“ umfassende unternehmerische Sozialverantwortung. Ziel der Klimastrategie „Roadmap to Zero“ ist eine weitgehende Dekarbonisierung bis 2040. Ein Schwerpunkt liegt auf der Mobilität: Bis Ende des Geschäftsjahres 2025/26 sollen rund 15 elektrisch betriebene Lkw im Einsatz sein. Durch die Umstellung auf E-Mobilität sei der CO₂-Ausstoß im Transportbereich um bis zu 80 Prozent reduziert worden.
Erneuerbare Energie am Logistikpark
Auch am Hauptstandort Hörsching wurden fossile Energieträger weitgehend ersetzt. Seit Ende 2024 versorgt ein Biomasse-Heizwerk den gesamten Logistikpark mit Wärme, regionale Forstabfälle ersetzen jährlich rund 2.400 MWh Gas. Ergänzende Effizienzmaßnahmen senkten den Energieverbrauch seit 2021 um rund 1,5 Millionen kWh. Zudem sind ein 60-MW-Batteriespeicher sowie eine Erweiterung des Solarparks geplant.
Nachhaltigkeit werde nicht nur technisch, sondern auch organisatorisch umgesetzt, heißt es aus dem Unternehmen. Mit der Schachinger Akademie werden Mitarbeitende regelmäßig zu Themen wie Eco-Driving, Energieeffizienz und Kreislaufwirtschaft geschult.
Geschäftsführungssprecher Ehrenfried Werderits sieht in der Zertifizierung „einen weiteren konsequenten Schritt in Richtung zukunftsorientierter und verantwortungsvoller Unternehmensführung“.


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