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LINZ. Eine außergewöhnliche Verfolgungsmethode nutzte ein Linzer Polizist in der Nacht auf Samstag im Linzer Stadtteil Urfahr: Er schnappte sich den E-Scooter eines Passanten, um einem fahrerflüchtigen Mann nachzufahren.

Symbolfoto: Weihbold
Symbolfoto: Weihbold

Nachdem er und sein Kollege den Fahrer einen Kleinlastwagens dabei beobachteten, wie er beim Einparken in der Altomontestraße ein geparktes Auto touchierte, hielten sie ihr Polizeiauto an und stiegen aus. Dies tat auch der Fahrer des Kleinlastwagens, der dabei jedoch seinen Außenspiegel auf die Fahrertür des geparkten Wagens schlug.

Der Aufforderung seinen Führer- und Zulassungsschein vorzuzeigen, schenkte er jedoch keine Beachtung, sondern lief unvermittelt Richtung stadtauswärts davon. Durch einen Torbogen lief er zur Linke Brückenstraße und weiter in die Ontlstraße. Der Polizist verfolgte ihn und traf bei einer Fußgängerquerung auf einen Passanten mit einem E-Scooter. Kurzerhand schnappte sich der Polizist den E-Scooter und setzte seine Nacheile auf zwei motorisierten Rädern fort.

Gute Ortskenntnis

Der Flüchtende lief unterdessen weiter durch einen Garten, zwängte sich durch ein Loch in einem Maschendrahtzaun und hob eine Gartentür aus, um diese zu passieren. Der guten Ortskenntnis des Polizisten ist es zu verdanken, dass er diese unwegsamen Stellen geschickt umfahren konnte und den Flüchtenden dabei nicht aus den Augen verlor. Nach mehrmaligen Aufforderungen stehen zu bleiben, hielt der flüchtige Fahrer des Kleinlastwagens schließlich in einem Innenhof in der Strabergerstraße an und gab zu verstehen, dass er nun aufgebe.

Nun wies er sich aus und teilte dem Beamten mit, dass er Panik bekommen habe, als er nach den Beschädigungen des parkenden Autos die Polizisten gesehen habe. Dem Besitzer des beschädigten Wagens konnten somit die Daten des Verursachers mitgeteilt werden und er bleibt nicht auf dem Schaden sitzen. Der 22-Jährige wird wegen Fahrerflucht angezeigt.


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