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Schockanruf: 70-Jährige gab Betrügern ihr Gold

Online Redaktion, 25.03.2026 10:00

OÖ. In den vergangenen zwei Wochen häufen sich in Oberösterreich Schockanrufe, bei denen sich Betrüger am Telefon als Polizisten, Staatsanwälte oder Richter ausgeben und hohe Geldbeträge ergaunern wollen.

Symbolfoto: Weihbold
Symbolfoto: Weihbold

Das Landeskriminalamt Oberösterreich warnt vor einer Serie professionell organisierter Schockanrufe. Die Täter setzen gezielt auf starke emotionale Verunsicherung und versuchen, ihre Opfer mit frei erfundenen Notlagen unter Druck zu setzen.

Bekannter Trick mit Schockanrufen

Seit rund zwei Wochen melden sich die Betrüger telefonisch bei vorwiegend älteren Personen in Oberösterreich. Dabei geben sie sich als Polizisten, Staatsanwälte oder Richter aus und behaupten, ein naher Angehöriger – häufig Sohn oder Tochter – habe einen schweren Verkehrsunfall verursacht.

Um eine angeblich unmittelbar drohende Festnahme abzuwenden, verlangen sie am Telefon die Bezahlung einer hohen Kaution. Um die Geschichte glaubwürdiger wirken zu lassen, wird im Hintergrund oft eine weinende oder schluchzende Stimme eingespielt, die den verunglückten Angehörigen darstellen soll. Auf diese Weise sollen die Angerufenen zu einer schnellen und unüberlegten Entscheidung gedrängt werden.

70-Jährige gab ihr Gold her

Dienstagnachmittag kam es in Oberösterreich zu einer tatsächlichen Übergabe. Eine 70-jährige Pensionistin wurde derart unter Druck gesetzt, dass sie Goldwerte an einen Boten der Täter übergab. Das Landeskriminalamt weist in diesem Zusammenhang auf folgende Punkte hin: Weder Polizei noch Staatsanwaltschaft fordern jemals am Telefon Geld. In Österreich sind derartige Kautionszahlungen, wie sie in diesen Anrufen geschildert werden, nicht vorgesehen. Wer solche Anrufe erhält, soll sich keinesfalls unter Druck setzen lassen und das Gespräch umgehend beenden.

Angehörige werden ersucht, insbesondere ältere Familienmitglieder über diese Betrugsmasche zu informieren und zu sensibilisieren. Verdächtige Anrufe sollten sofort über den Notruf 133 der Polizei gemeldet werden, damit rasch ermittelt und weitere Taten möglichst verhindert werden können.


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