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Zum dritten Mal steht im Posthof das Last Minute Festival auf dem Spielplan. Alle zwei Jahre werden gesellschaftspolitische, aktuelle Themen von der heimischen und internationalen künstlerischen Avantgarde präsentiert.
 

„Ein bisschen Ruhe vor dem Sturm“ Foto: Juggernauten
„Ein bisschen Ruhe vor dem Sturm“ Foto: Juggernauten

„Wir sind ein Haus, in dem gesellschaftspolitische Themen zu Wort kommen sollen und die künstlerische Avantgarde Einzug hält, genau das erwartet als Showdown auf einen Monat komprimiert beim Last Minute Festival“, präsentiert Wilfried Steiner, der künstlerische Posthof-Leiter, sein „Herzblut-Event“. „Jedes der angebotenen Stücke ist eine Einstiegsdroge, die man auch jedem empfehlen kann, der nicht gern ins Theater geht“, lädt Steiner auch alle Theatermuffel in den Posthof ein.

Sabine Molenaar ist zum zweiten Mal im Posthof zu Gast, mit „Touch Me“ hat sie am 25. Oktober die OÖ-Premiere ihrer neuen Tanztheater-Performance mit im Gepäck: „Sie stellt sich der Frage nach Intimität in der Welt der sozialen Medien und reist in tieferliegende Schichten der Bewusstseinsstruktur, wo die Logik sonst nicht hinkommt“, freut sich Steiner auf die Darbietung. Philipp Hochmair, spätestens seit den Vorstadt-Weibern dem größeren Publikum bekannt, steht in „Werther!“ am 15. Oktober, inszeniert von Nicolas Stemann, auf der Bühne.

Schwarze Komödie

Ein Highlight des Festivals ist „Ein bisschen Ruhe vor dem Sturm“ von Theresia Walser am 27. Oktober, unter der Regie von Hans-Peter Kellner, das den Beweis erbringt, dass auch die schwarze Komödie in der zeitgenössischen Gegenwartskunst eine wichtige Rolle spielt. Drei Schauspieler: Andreas Patton, Simon Hatzl und Heinz Weixelbraun sitzen im Fernsehstudio und warten auf ihren Auftritt. In der folgenden Kultursendung werden sie über die Grenzen der Theaterkunst diskutieren. Ihr Auftritt verzögert sich und so kommen sie ins Gespräch. „Es geht um die Grenzen des Theaters, um Eitelkeiten am Theater, um den Selbstdarstellungswahn und wirft die Diskussion auf, was wir mit der Kunst dürfen und welchen inhaltlichen Anspruch wir haben. Autorin Theresia Walser fängt Textpassagen, in denen es hinter die Kulissen des Theaters geht, wunderbar ein“, fasst Kellner zusammen. She She Pop

She She Pop holen am 9. November ihre Mütter auf die Bühne und befassen sich in „Frühlingsopfer“ mit der Frage, was die Rolle der Frau in der Gesellschaft ist und welche Rolle der Opferbegriff dabei spielt. Die internationale Coproduktion ist zum ersten Mal in OÖ zu sehen.

Info: www.posthof.at


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