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LINZ. Mit seinem Regiedebüt „Wilde Maus“ darf Schauspieler und Kabarettist Josef Hader bei der 67. Berlinale ab 9. Februar Weltpremiere feiern. Vor dem regulären Kinostart am 17. Februar sprach der beliebte Künstler mit Tips über den langen Weg von der ersten Idee zur Story bis zum allerletzten Handgriff am „Erstlingswerk“.

Eine Filmkritik von „Wilde Maus“ ist ab 15.2. auf www.tips.at zu finden. Foto: Filmladen
Eine Filmkritik von „Wilde Maus“ ist ab 15.2. auf www.tips.at zu finden. Foto: Filmladen

Am Anfang stand das Schreiben: „Ich hatte dringend den dringenden Wunsch, ein Originaldrehbuch zu schreiben, nach einer eigenen Idee, und das alleine zu tun. Dafür hab ich mir einen ganzen Sommer lang Zeit genommen. Nach drei, vier Fassungen hab ich mir gedacht, jetzt bin ich so in der Materie drinnen, dass ich es komisch finde, dass ich da einen Regisseur frag, der nie so tief drinnen stecken kann. Und auch bei der Hauptrolle war ich mir sicher: Die Zuschauer sollen mit mir durch den Film gehen, obwohl ich viel Blödsinn mache und auch nicht wirklich sympathisch bin“, denkt Hader zurück.

Als Regisseur Lunte gerochen

Dass es ausgerechnet der Musikkritiker einer Zeitung ist, der nach seiner Kündigung auf nächtliche Rachefeldzüge geht, hat einen speziellen Hintergrund: „Gerade der Journalismus ist ein Beruf, wo Arbeitslosigkeit oftmals mit großem Ego-Verlust verbunden ist. Mit diesem Beruf habe ich also eine ideale Tragödie in der Komödie gefunden – nämlich, dass jemand eine große Bedeutung hat und dann ins Bodenlose stürzt. Shakespeare ließ die Könige stürzen, wir haben aber keine Könige mehr. Deshalb ist es bei mir ein Großkritiker aus Wien, der purzelt.“

Eine österreichische Version von „Falling Down“ sieht der Neo-Regisseur nicht: „Bei „Falling Down“ hätte mich noch viel mehr interessiert, was ja alles in meinem Film ist: Wie lebt der Betroffene, was war das für ein Mensch, bevor er quasi wahnsinnig geworden ist, wie redet der mit seiner Frau?“ Obwohl er von der intensiven Beschäftigung an „Wilde Maus“ nicht wirklich losgekommen sei, bevor der Film wirklich fertig war, kann sich Hader wieder vorstellen, einen Film selbst zu inszenieren: „Die Arbeit war einfach unglaublich schön.“

40x2 Freikarten und Josef Hader persönlich treffen

Am Sonntag, 19. Februar, können Josef Hader-Fans den Schauspieler und Kabarettisten live treffen: Zum Wilde-Maus-Filmstart kommt Hader ins Cineplexx Linz. Tips verlost 40x2 Freikarten dafür. Um 20.15 Uhr erfolgt der Filmstart, um 22 Uhr sind ein Bühnengespräch und Autogrammstunde angesetzt.

HIER geht es zum Gewinnspiel


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