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Einzige Österreich-Schau: Marko Lulić zeigt "Futurology" im Linzer Kunstmuseum Lentos

Valerie Himmelbauer, 29.06.2017 13:18

Einen Überblick über sein künstlerisches Werk zeigt Marko Lulic bis 10. September in der Lentos-Sommerausstellung. Skulpturen, raumgreifende Installationen, Video, Poster, Schriften und Arbeiten im öffentlichen Raum präsentiert der in Wien geborene Künstler in „Futurology“.  

Kurator Wilfried Kuehn und Künstler Marko Luli? (vo. li.)
Kurator Wilfried Kuehn und Künstler Marko Luli? (vo. li.)

Als wäre Lulics erste Kunstinstallation im Stiegenaufgang „Sitespecific“ genau fürs Lentos gemacht, holt sie mit starker, greller Farbe und einem überdimensioniertem raumübergreifenden Schriftzug die Besucher direkt in die Ausstellung hinein: Utopische Aspekte des 20. Jahrhunderts analysiert, übersetzt und hinterfragt Lulic in seiner ersten musealen „Mid-Career-Survey-Ausstellung“ im Linzer Kunstmuseum Lentos, der einzigen in Österreich.

Miniaturwelt der Architekturgeschichte

Architektur und Display werden zentrale Themen in seinem Werk, und werden zu Mitteln einer Wiederaufführung im Museum. Seit dem Jahr 2000 untersucht er die jugoslawische und internationale Moderne. Er thematisiert die Beziehungen von Form und Ideologie sowie das Verhältnis von Körper und Repräsentation in unterschiedlichen politischen Kontexten. „Ich freue mich sehr, dass ich meine Premiere hier in Linz mit Marko Lulic feiern darf. Wir zeigen im Lentos das Oeuvre von 1995 bis heute des Künstlers“, zeigt sich Hemma Schmutz, die neue künstlerische Direktorin der Museen der Stadt Linz erfreut und lädt ein: „Lulic konzentriert sich auf textlich, skulpturale Arbeiten. Diese Fundstücke verändert er und schaut, wie sie beim Betrachter ankommen und was sie bewirken“.

Modellhafte Neuerscheinungen

Beziehungsreich, komplex und konzeptionell befasst sich Lulic mit Bestehendem, mit Materialien oder der Konsumgesellschaft und verändert diese in modellhafte Neuerscheinungen. Damit geht er Dialoge und Beziehungen mit dem Betrachter ein und bietet eine ungewöhnliche Perspektive. „Wir wollten unterschiedliche Raumerlebnisse schaffen, die gesamte Raumlösung der Ausstellung ist hier wunderbar gelungen“, ist Marko Lulic zufrieden und blickt zurück: „In den letzten eineinhalb Jahren haben wir großen Eifer und Arbeit in die Konzeption und Umsetzung der Ausstellung gelegt, auch wenn das heute locker und leicht hingesetzt aussieht. Ich freue mich sehr, dass ich im Lentos meine Einzelausstellung zeigen darf, ich bin mir bewusst, dass es in Österreich nicht viele Museen gibt, die das ermöglichen.“

Eröffnung: 29. Juni, 19 Uhr, Eintritt frei

Info: www.lentos.at


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