„Create your world“ bei der Ars Electronica 2018: Zukunft neu entdecken und gestalten

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Karin Seyringer Karin Seyringer, Tips Redaktion, 24.08.2018 11:20 Uhr

LINZ. Unter dem Titel „Error – The Art of Imperfection“ geht von Donnerstag, 6. bis Montag, 10. September in Linz das Ars Electronica Festival über die Bühne. Teil des Festivals ist auch wieder das beliebte „u19 – Create your world“ in der PostCity mit viel Linzer Beteiligung. Tips verlost 5x2 Festivalpässe für die Ars Electronica 2018.

„u19 – Create your world“ ist eine Art „Festival im Festival“: eine Spielwiese für die nächste Generation. Junge und Junggebliebene können hier nach Herzenslust spielen, bauen, basteln, zeichnen, filmen, fotografieren und programmieren.

Preisträger-Ausstellung

Wie jedes Jahr werden in einer Ausstellung die Preisträger der u19-Kategorie des Prix Ars Electronica präsentiert. Neben Virtual Reality-Games wie „Levers & Buttons“ wird etwa das ausgezeichnete Projekt „Smart cup“ vorgestellt. Einen Anerkennungspreis hat auch Susanne Weissenböck (HBLA für Künstlerische Gestaltung Linz) mit ihrer Stopmotion Animation „Good night, Mary“ gewonnen. Genau wie ihr Projekt wird bei der u19-Ausstellung auch das prämierte Hörspiel „schuldICH?“, das der Linzer Julian Schmiederer gemeinsam mit Schulkollegen der HTBLVA Graz Ortweinschule entwickelt hat, präsentiert.

Projekte wie diese zeigen, wie erfinderisch Kinder und Jugendliche sind.

„(no) great future“

Nach einem Pilotprojekt 2017 haben sich Jugendliche des BFI Oberösterreich heuer gleich ein eigenständiges Projekt ausgedacht, das sie selbständig beim diesjährigen Create your world-Festival umsetzen werden. Die Zukunft als bewusst dystopisches Szenario steht hier im Fokus: Social Media, Fake News, Leistungsdruck und Mobbing setzen Denken und Handeln unter eine Art Glaskuppel. Diese „Kuppel“ wird von den Jugendlichen grafisch überdimensional dargestellt und lädt Festivalbesucher ein, die wirklich wichtigen Dinge im Leben grafisch zu ergänzen.

Glitch Painter

Auch FAB – Verein zur Förderung von Arbeit und Beschäftigung ist vor Ort, mit dem „Virtual Office“. Dieses bietet 24 Ausbildungsplätze für Jugendliche im Besonderen mit körperlichen Beeinträchtigungen, denen eine manuelle Tätigkeit nur schwer oder nicht möglich ist. Jährlich gestalten die Teilnehmer des Virtual Office im Fab Linz ein Projekt für das Festival. Dieses Jahr haben sie in Kooperation mit G-Tec ein Game zum Festivalthema „Error“ erarbeitet. Mittels Technik und Software wird es den Benutzern ermöglicht, mit ihren Gehirnströmen in ein Bild einzugreifen.

Landestheater-Projekt

Mit „bug-tv“ wird in Kooperation mit dem Landestheater Linz in einem interaktiven Projekt mit Jugendlichen – einer Mischung aus Schauspiel und Festivaldokumentation – der Frage nachgegangen, wie sich das Format Fernsehen entwickelt, vor allem im Hinblick auf Fake und Wahrheit.

Rover „Verner“

Zu entdecken gibt es bei „Create your world“ auch die ferngesteuerte Forschungsplattform „Verner“ der Linzer „HARPTech“-Gruppe. Der Rover ist eine eigens entwickelte und modular erweiterbare Forschungsplattform zum Sammeln von Umgebungs- und Umweltdaten, Testen von Sensoren und mehr. Durch die einzigartige Programmierschnittstelle können sämtliche Komponenten während der Verwendung live umprogrammiert werden, was während der Vorstellung auch teilweise selbst ausprobiert werden kann.

Vieles mehr

Natürlich gibt es auch dieses Jahr wieder die Jugend-hackt-Zone mit Open Commons Linz, wo selbst Roboter programmiert, gelötet und gebaut werden können. Die Pädagogische Hochschule und die Arbeiterkammer OÖ halten ein Symposium zu den Perspektiven politischer Bildung ab.

Music Education Day

Ein großes Konglomerat aus heimischen Musik-Institutionen, darunter auch das BORG Linz, setzt einen Akzent für die Perspektiven von Jungmusikern. Ausgehend vom „Music Summit“, einer Arbeitsgruppe, die sich beim Ars Electronica Festival 2017 erstmals formiert hat, werden nun Impulse für ein Programm für Musiker, Lehrer und Musikinteressierte gesammelt, beim „Music Education Day“.

Feuerwehr im Wettstreit

In die Zukunft des Helfens blickt die Ars Electronica ebenfalls: So präsentiert Rosenbauer den neuen „Concept Fire Truck“, aber auch das europaweit erste vollausgerüstete Einsatzfahrzeug mit E-Antrieb der Linz AG-Betriebsfeuerwehr ist vor Ort. Am Samstag, 8. September findet außerdem die große Feuerwehr-Challenge „Emergency Error Battle“ statt. Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr aus Oberösterreich stellen ihr Können unter Beweis. Ein Parcours mit simulierten Notfallsituationen, kombiniert mit modernen technologischen Herausforderungen, wartet auf die Teilnehmer.

Ars Electronica 2018

Der Eintritt in die allgemeinen Ausstellungsflächen der PostCity und u19 – Create your world ist frei. Für Symposien, Konzerte und weitere Programmpunkte sind Tickets nötig. Das vollständige Programm, Ticketinfos und vieles mehr gibt‘s online unter www.aec.at

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Kommentare

  1. Gastuser
    Gastuser25.08.2018 07:09 Uhr

    Ars Festival 2018 - Ich bin ja ein riesen Fan vom Ars Electronica Festival. Ich kenne keine andere Stadt, die ein derartiges Event für Wissenschaft und Technik organisiert. An dem Wochenende ist in Linz außerdem das Streetfood Festival. Abenteuerlust, Wissensdurst und Hunger lassen sich in meiner Erfahrung gut kombinieren ;)

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