Landestheater Linz: Claus Peymann liest Thomas Bernhard
LINZ. Thomas Bernhards „Holzfällen. Eine Erregung“ ist eine gnadenlose Abrechnung mit Wiens bürgerlicher Gesellschaft. Am Sonntag, 23. September, 17 Uhr, ist Claus Peymann in den Kammerspielen Promenade zu Gast, liest aus dem Buch, gibt Autogramme und mehr.

Von seinem Ohrensessel aus beschreibt der Erzähler ein „künstlerisches Abendessen“ im Haus des Komponisten Auersberg und dessen Gattin. Man erwartet einen berühmten Burgschauspieler, der, kaum eingetroffen, über den künftigen neuen Burgtheaterdirektor aus Deutschland herzieht. Der Roman war kaum erschienen, da wurde er in Österreich am 29.8.1984 auf gerichtliche Anordnung aus den Buchhandlungen beschlagnahmt und blieb wochenlang verboten. Es war ein Wiener Literaturkritiker, der einen „Schlüsselroman“ witterte und einen in diesem Buch angeblich dargestellten Komponisten zu einer Klage anstiftete, die erst im Februar 1985 zurückgezogen wurde ...
Peymann warf Schatten voraus
Wer in „Holzfällen“ allerdings mit Sicherheit dargestellt ist, ist der Vortragende dieses ideal besetzten Leseabends selbst: Claus Peymann, der damals als künftiger Theaterdirektor bereits seine Schatten vorauswarf, um dann 13 Jahre lang das Wiener Burgtheater zu leiten.
Claus Peymann wird nach der Lesung Bücher signieren und lädt anschließend gemeinsam mit Schauspieldirektor Stephan Suschke zur Diskussion.
Mehr unter www.landestheater-linz.at


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