"Crossing Europe" bietet wieder ein filmisches Menü quer durch Europa
LINZ. 149 Filme in 184 Programmplätzen und 22 verschiedene Veranstaltungen im Rahmenprogramm: Die 16. Ausgabe des Linzer Filmfestivals „Crossing Europe“ steht in den Startlöchern. Von Donnerstag, 25. bis Dienstag, 30. April wird Linz wieder zur Filmmetropole. Tips verlost 4x2 Freikarten für eine Filmvorstellung nach Wahl beim Festival.

Anspruchsvolles europäisches Filmschaffen niederschwellig zu präsentieren und einen direkten Austausch mit Filmschaffenden aus ganz Europa zu bieten – seit 16 Jahren verschreibt sich Crossing Europe dieser Idee. Zahlreiche international prämierte Filmhighlights der vergangenen Festivalsaison werden auf den Linzer Leinwänden zu erleben sein, dazu kommen insgesamt 108 Premieren, davon 21 Weltpremieren. Zu den verschiedenen Programmpunkten wie Talks und Masterclasses haben sich an die 140 Filmgäste aus ganz Europa angesagt. Inhaltlich steht dabei der Kontinent Europa im Mittelpunkt, die Filme werden eine differenzierte Sichtweise auf Europa im Hier und Jetzt ermöglichen.
Budget-Erhöhung
Um 10 Prozent mehr Budget als in den Vorjahren (2019: 660.000 Euro) hatten die Festivalmacher zur Verfügung. „Die Budgeterhöhung war dringend notwendig, das Festival ist kontinuierlich gewachsen und wir waren strukturell am Limit“, sagt Festivalleiterin Christine Dollhofer, die auch betont, dass das zusätzliche Budget nicht nur in die Struktur, sondern auch in neue Programm-Ideen geflossen sei. Ein solcher neuer Programmpunkt ist die Jugendschiene „YAAAS!“. „Das Festival wird erwachsen, wir wollen aber den Anschluss an die Jugend nicht verlieren“, so Dollhofer. Jugendliche sind hier selbst Kuratoren, übernehmen Q&As, auch Filmvermittlung mit Workshops und ein mehrtägiges Videoprojekt stehen am Programm.
Festival-Eröffnung
Eröffnet wird das Festival am Vormittag des 25. April. Filme aus allen Programmsektionen werden dabei zu sehen sein. Am Abend findet die feierliche Eröffnung mit fünf ausgesuchten Premieren statt, die wieder einen repräsentativen Querschnitt durch das Festivalprogramm geben. Zu sehen sind der Berlinale-Preisträger „Systemsprenger“ von Nora Fingscheidt, die Preview von Joerg Burgers Doku „Elfie Semotan, Photographer“, der Film „Petra“ des diesjährigen Tribute-Regisseurs Jaime Rosales oder der Spielfilm „Bota“ des heurigen Spotlight-Gastes Iris Elezi. Der österreichischen Fotografin Elfie Semotan wird übrigens auch ein Schwerpunkt gewidmet, mit einer Ausstellung im OK.
Im Wettbewerb
In vier Wettbewerbssektionen werden dieses Jahr Preise vergeben: Fiction, Documentary, Local Artists und neu in der „YAAAS!“ Competition. Die Preisverleihung findet am 29. April im Ursulinensaal statt.
Dazu kommen die etablierten Programmschienen „Nachtsicht“, erneut dem fantastischen Film verpflichtet (mit dabei „Sons of Denmark“ von Ulaa Salim), „European Panorama Fiction & Documentary“, Cinema Next Europe mit dem jungen europäischen Filmnachwuchs und die Reihe „Architektur und Gesellschaft“ zum Thema „Kontaminierte Orte“.
Eigenwillige Frauen rückt die Sparte „Arbeitswelten“ mit zwei Dokus und zwei Spielfilmen in den Fokus. „In Filmen werden oft stereotype Frauenbilder gezeigt. Hier ist das nicht so“, nennt Kuratorin Katharina Riedler etwa den Debütfilm „Her Job“ von Nikos Labôt oder „First Campaign“ von Audrey Gordon, die in der Schiene unter anderem zu sehen sein werden.
Ein Heimspiel
Natürlich dürfen auch die oberösterreichischen Filmschaffenden nicht fehlen, die Schiene „Local Artists“ gibt hier einen ansprechenden Überblick. Zu sehen sind hier unter anderem die Langfilme „Atemlos durch die Macht“ von Markus Kaiser-Mühlecker (Weltpremiere) oder „Nevrland“ von Gregor Schmidinger. Filmemacherin Edith Stauber ist ein Special gewidmet.
Nightline
Erstmals gestaltet werden die Nightline und das Musikprogramm an den Festivalabenden von Samira Saad und Christian Haselmayr. Am OK Deck können die Festivalgäste bis in die Nacht hinein feiern. Live zu hören sind unter anderem Catnapp, Anna Leiser (Eröffnungsabend), Kurt Razelli, Crackstreet Girls, Ankathie Koi, Ebow und viele mehr. Los geht's hier täglich um 22 Uhr, Eintritt frei.
Best-of Crossing Europe
Diesjähriger Abschlussfilm am 30. April, 20 Uhr, Movie 1, wird „Gott ist eine Frau und heißt Petrunya“ von Teona Strugar Mitevska sein. Am Mittwoch, 1. Mai, ab 14 Uhr sind im City-Kino Preisträgerfilme und Zusatzvorstellungen zu sehen.
Gewinnen
Tips verlost für Cineasten 4x2 Freikarten für eine Filmvorstellung nach Wahl, beim diesjährigen Crossing Europe. Gleich hier mitmachen.


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