Forschung hautnah erleben - Lange Nacht der Forschung am 20. Mai
LINZ. Am 20. Mai findet die bereits 10. Auflage der Langen Nacht der Forschung statt. In Oberösterreich laden mehr als 150 Aussteller an rund 100 Standorten in 11 Regionen ein, Forschung hautnah zu erleben und auch mit den Forschenden persönlich ins Gespräch zu kommen – von 17 bis 23 Uhr. Auch Linz hat an diesem Tag einiges zu bieten.

In Linz geht man unter anderem im UAR Innovation Network der Frage nach, wie man mit 'kognifizierter Mode' – also Kleidung mit eingearbeiteten Sensoren – das Verhalten verändern und damit eine nachhaltigere Zukunft gestalten kann. Zum Thema Nachhaltigkeit wird auch gezeigt, wie man natürliche und recycelte Rohstoffe am besten kombiniert – zum Beispiel für ein Klavier aus Wood-Polymer-Composite, den CO2 Ausstoß von unter anderem Baumaschinen mittels Ventiltechnologien reduziert oder durch kompakte Antriebe den Heilungsprozess von Knieverletzungen durch ein Exoskelett beschleunigen kann.
Forschung begreifbar machen
„Als größte Bildungs- und Forschungseinrichtung Oberösterreichs leistet die JKU einen umfassenden Beitrag zur nachhaltigen Weiterentwicklung des Standorts. Die Veranstaltung ist die ideale Gelegenheit, um unsere Forschung für ein breites Publikum begreifbar und er-lebbar zu machen und unsere Wissenschaftler/innen samt ihren unterschiedlichsten Leistungen vor den Vorhang zu holen“, sagt Rektor Meinhard Lukas.
Entdecken und ausprobieren
Stationen am Hauptcampus und am Medizinischen Campus der JKU laden zum Staunen, Entdecken und zum Ausprobieren ein. Die Gäste erhalten Einblicke in die Wissenschaft und erleben neueste Technologien hautnah. JKU-Forscher aus Natur- oder Sozialwissenschaft, Technik, Recht und Medizin geben Antworten auf Fragen zu brandaktuellen Themen, die alle im Alltag betreffen.
Bei Operationen live dabei sein
Ein besonderes Highlight wartet im JKU medSPACE: Besucher können bei zwei Operationen live dabei sein, die aus dem Kepler Universitätsklinikum übertragen werden. Die anatomischen Grundlagen werden dabei anschaulich erklärt. Zudem gibt es noch weitere spannende Stationen des Kepler Universitätsklinikums.
Mitmach-Stationen für die Kleinen
Für kleine Besucher gibt es spezielle Mitmach-Stationen, wie das JKU Open Lab, wo Kinder selbst experimentieren können. Ein eigener Campuszug transportiert große und kleine Gäste am JKU Hauptcampus von Station zu Station. Zwischen den Linzer Standorten sowie nach Hagenberg verkehren Shuttlebusse.
Physikalische Kräfte überwinden
Für alle, die es lieber sportlich mögen, ist auch das Universitätssportzentrum (USI) erstmals mit Stationen dabei: Freerunning lädt die Besucher ein, physikalische Kräfte zu überwinden und selbst zu erleben, was passiert, wenn Wissenschaft auf Sport trifft.
Der FH OÖ Campus Linz stellt den Menschen in den Mittelpunkt seiner Forschungen und bietet vor allem auch für jüngere Besucher spannende Stationen. Dabei können diese Operationen trainieren, ein Atommikroskop ausprobieren, Moleküle zum Leuchten bringen oder in gesellschaftliche und Digitalisierungs-Themen eintauchen. Vielleicht begegnet man dem legendären Serviceroboter im Living Care Lab oder versucht sich im Escape Room.
Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Kunst
In der Anton Bruckner Privatuniversität lernt man, die verschiedenen Forschungsgebiete an der Schnittstelle von Wissenschaft und Kunst kennen. Die Besucher bekommen bei Vorträgen und Workshops Antworten auf Fragen wie: etwa, wie gehen Schauspieler mit privaten Emotionen um oder wie funktioniert Digitalisierung im Musikunterricht? Im Tonstudio der ABPU wird der Transfer von analogen Datenträgern in die digitale Welt erforscht und der Geschichte des Rundfunks bis zum modernen Podcast nachgegangen. Kinder können im Kunstlabor erforschen wie Farben klingen und die Zusammenhänge zwischen Klängen und Farben erkunden. In der Bibliothek öffnet man das Notenarchiv und bringt wenig bekannte Musiktitel und ihre Geschichten zum Klingen.
Pilotanlage der Voest erstmals zugänglich
Die voestalpine ist als Österreichs einziger Rohstahlproduzent weltweit Vorreiter in puncto Umweltschutz und hat mit 'greentec steel' einen ambitionierten Stufenplan für eine grüne Stahlproduktion entwickelt. In der H2FUTURE Testanlage am Werksgelände in Linz wird die Herstellung von grünem Wasserstoff im industriellen Maßstab und dessen Einsatzmöglichkeiten in den verschiedenen Stufen der Stahlerzeugung untersucht. Diese Pilotanlage, die in der Stahlindustrie als die größte und modernste ihrer Art gilt, wird erstmals für die Öffentlichkeit zugänglich sein.


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