LINZ. Das Lentos Kunstmuseum präsentiert seine Sammlung neu: 232 Werke von 178 Künstlern zeigen Kunstgeschichte vom 19. Jahrhundert bis heute.

Die Sammlung bildet das Herzstück des Lentos. Mit rund 3.600 Gemälden und Skulpturen, etwa 16.000 Grafiken sowie rund 1.800 Arbeiten der künstlerischen Fotografie verfügt das Museum über einen umfangreichen Bestand. Einen wesentlichen Beitrag leistet die 2024 erfolgte Dauerleihgabe von rund 3.000 Werken aus der Sammlung Erwin Hauser.
Neue Akzente
Die aktuelle Sammlungspräsentation vereint 232 Werke von 178 Künstlern. Der Einfluss der Sammlung Hauser ist dabei deutlich sichtbar: Rund ein Viertel der ausgestellten Arbeiten stammt aus dieser Dauerleihgabe. Gleichzeitig wurde die stärkere Sichtbarkeit von Künstlerinnen gezielt verfolgt – rund 30 Prozent der gezeigten Positionen stammen von Frauen. Ebenfalls knapp 30 Prozent der vertretenen Künstler sind zudem international positioniert.
Museumsdirektorin Hemma Schmutz entwickelte die neue Sammlungspräsentation mit dem hausinternen kuratorischen Team. Elf Räume spannen einen Bogen von der eigenen Institutionsgeschichte über Biedermeier-Idylle, Secession, Expressionismus und Neue Sachlichkeit, von Informel, Pop Art und Aktionismus bis zu zeitgenössischen Positionen. Zehn Räume sind bereits zugänglich, der elfte zur Kunst der Gegenwart ist derzeit noch Teil der Sonderausstellung „Mädchen* sein!?“ und danach umgebaut.
„Kunstgeschichte ist nicht statisch, der Kanon wird immer wieder neu geschrieben“, betont Schmutz. „Mit der Neuaufstellung machen wir Kunstgeschichte im Original nachvollziehbar – und zeigen zugleich, wo sie brüchig ist, wo etwas fehlt, wo neu bewertet werden muss. Uns geht es darum, dass diese Geschichte in die Gegenwart hineinspricht.“


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden