Tosender Applaus für "Die Csárdásfürstin“ im Linzer Musiktheater
LINZ. Mit Standing Ovations, tosendem Applaus und Bravo-Rufen feierte Emmerich Kálmáns „Die Csárdásfürstin“ Premiere im Musiktheater.

„Die Csárdásfürstin“ ist wahrhaft ein funkelndes Juwel des Operettengenres: Das fängt allein schon mit der Handlung an, die sich als eine unterhaltende Mischung aus großen Gefühlen, überdrehtem Humor, verruchtem Nachtlokal und glitzernder Adelswelt präsentiert.
Budapest 1914: Erzählt wird die Liebesgeschichte zwischen der gefeierten Chansonsängerin Sylva Varescu (Carina Tybjerg Madsen) und dem hochstehenden Aristokraten Edwin (Matjaz Stopinsek). Doch seine Eltern fordern eine standesgemäße Ehe und haben in Wien bereits die Verlobung mit seiner Cousine, Komtess Stasi, arrangiert. Als Sylva die Verlobungsanzeige sieht, bricht sie tief verletzt nach Amerika auf. Doch nicht einmal ein Ozean kann der wahren Liebe etwas entgegen setzen.
Kálmán schrieb dazu eine Melange aus melancholischem Sehnsuchtston, aufrichtiger Heiterkeit und mitreißenden Tanzrhythmen, die die emotionale Spannweite des abwechslungsreichen Geschehens auf der Bühne einfängt. Nicht umsonst wurde fast jede Nummer dieser Partitur zum Schlager. Beeindruckend zum Besten gegeben werden die Melodien vom Bruckner Orchester Linz unter der Leitung von Daniel Reith.
Regie führt Operettenspezialist Thomas Enzinger, der die Inszenierung nicht nur um den Conferencier und Todesengel Azrael (Martin Achrainer) ergänzt, sondern hinter der beschwingten Liebesgeschichte auch die Schatten ihrer Zeit sichtbar werden lässt. Denn während die Operette im November 1915 ihre umjubelte Uraufführung feierte, stieg die Zahl der gefallenen Soldaten des Ersten Weltkriegs weiter an.
Fazit: ein Operetten-Fest für Augen, Ohren und das Herz








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