„Sektorales Bettelverbot zeigt Wirkung“
LINZ. Seit dem 2. Mai gilt in der Linzer Innenstadt ein sektorales Bettelverbot. Die Erfahrungen der ersten Woche zeigen, dass auch die Präventionsarbeit wirkt. Seit Montag werden auch Strafen ausgesprochen und nicht mehr nur ermahnt.

„Bis auf ganz wenige Ausnahmen halten sich alle an die neue Verordnung“, berichtet Sicherheitsreferent und Vizebürgermeister Detlef Wimmer (FPÖ). „Die vom Ordnungsdienst durchgeführte Info-Kampagne mit mehrsprachigen Foldern war sinnvoll. Verhindern ist besser als Abstrafen.“ Eine „Beobachtungszone“ für eventuelle Anpassungen sei, wie schon im Gemeinderat am 21. April erläutert, das gesamte Linzer Stadtgebiet. „Es wäre unfair, nur in bestimmten Straßen ganz genau zu schauen und in anderen nicht – quasi als „Wegschauzone“. Wir müssen uns einige Zeit lang ansehen, wie sich die Situation entwickelt, und dann nötige Schlüsse daraus ziehen. Das Verbot beispielsweise aufdringlicher oder organisierter Bettelei gilt ohnehin überall“, stellt Wimmer fest.
Auch für den Linzer Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ) verlief der Start positiv: „Die Zusammenarbeit zwischen den Institutionen wie Polizei, Ordnungsdienst und den Mitarbeitern der Caritas funktioniert gut, das ist mir besonders wichtig. Ich glaube, man merkt auch, dass die Präsenz der Bettler deutlich zurückgegangen ist.“
Seit Montag wird gestraft
Der stellvertretende Landespolizeidirektor Erwin Fuchs schlägt in dieselbe Kerbe: „Das sektorale Bettelverbot zeigt Wirkung. Die Aufklärungsarbeit durch die Caritas und den Ordnungsdienst läuft problemlos. Tatsächlich halten sich zur Zeit weniger Bettler in Linz auf.“ Sind die Bettler in der ersten Woche nur abgemahnt worden, müssen sie seit Montag nun auch Strafe zahlen.


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