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Meinhard Lukas, Rektor der Johannes Kepler Universität, will weiterhin für ihn notwendige Reformschritte an der JKU umsetzen. Dafür braucht er aber breite Unterstützung durch die Angehörigen der Universität. Noch im Juli stellt sich der Rektor der Vertrauensfrage in einer Abstimmung. Rückendeckung gibt es von Landeshauptmann-Stellvertreter Thomas Stelzer und dem Land OÖ sowie der Industriellenvereinigung OÖ.

JKU-Rektor Meinhard Lukas stellt sich einer Abstimmung im Senat. Foto: Weihbold
JKU-Rektor Meinhard Lukas stellt sich einer Abstimmung im Senat. Foto: Weihbold

Die JKU hat bereits 2002 als strategisches Ziel formuliert, sich mittelfristig zu einer europäischen Spitzenuniversität zu entwickeln, deshalb sind für JKU-Rektor Meinhard Lukas große Reformschritte notwendig: „Wir stehen vor einer Richtungsentscheidung. Große Reformvorhaben können nur gemeinsam mit den UniAngehörigen umgesetzt werden. Ich stelle mich daher mit meinen Vorhaben einer geheimen Abstimmung im Senat. Ziel ist ein klarer Handlungsauftrag. Andernfalls stelle ich selbstverständlich meine Funktion zur Verfügung“, erklärt Lukas. Die künftige Ausrichtung der Lehrstühle soll seiner Ansicht nach überarbeitet werden. Es brauche wirkungsvolle Zielvereinbarungen, die Studienpläne sollen sich wieder aufs Wesentliche konzentrieren. Vor allem seien aber auch die Lehr- und Forschungsstrukturen weiterzuentwickeln. Neue Konzepte brauche es auch bei der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. „Bei einer erfolgreichen Abstimmung ist die Neubesetzung des Personalressorts eine erste richtungsweisende Aufgabe. Hier muss die Rektoratsstruktur adaptiert werden. Es gilt, eine Expertenorganisation mit 2.700 Mitarbeitern und einem Personalbudget von 90 Mio. Euro zu gestalten“, so Lukas.

Rückendeckung

Auch Landeshauptmann-Stellvertreter Thomas Stelzer wünscht sich ein klares Votum für Lukas und sichert ihm Rückendeckung vom Land OÖ zu: „Es ist bedauerlich, dass Rektor Lukas nicht das 100-prozentige Vertrauen innerhalb der Universität spürt“, so Stelzer und betont: „Ich wünsche mir ein klares Votum für Rektor Lukas und die positive Weiterentwicklung der JKU Linz. Ein Vertrauensentzug wäre jedenfalls ein Rückschlag für OÖ.“ Auch die IV OÖ sieht den Aufbruch der JKU „dringend erforderlich für den Standort OÖ, ein Abgang von Lukas würde massive Konsequenzen in der Zusammenarbeit der ÖO. Industrie mit der JKU nach sich ziehen“, heißt es in einer Aussendung.


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