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LINZ. Nicht nur im Andreas Hofer-Viertel sorgt eine geplante Tiefgarage für Besorgnis unter Anrainern, auch im Domviertel machen hunderte Bürger gegen eine dreigeschoßige Tiefgarage mit 191 Stellplätzen in der Hafnerstraße mobil. Bürgermeister Klaus Luger tritt nun für eine Bausperre im Domviertel ein.

n der Hafnerstraße ist die Einfahrt zur Tiefgarage geplant.
  1 / 2   n der Hafnerstraße ist die Einfahrt zur Tiefgarage geplant.

500 Unterstützer hat die Facebook-Gruppe „Rettet das Domviertel vor dem Verkehrskollaps“, auch Unterschriften gegen das geplante Projekt werden schon gesammelt. Die Betreiber der Facebook-Gruppe waren in der Vorwoche zudem beim Linzer Bürgermeister Klaus Luger, um sich über den Stand der Dinge zu informieren. Luger werde das Gespräch mit dem Konvent der Barmherzigen Brüder suchen, hieß es nach dem Gespräch.

Luger für Bausperre

Angesichts der Schwächen des konkreten Garagenprojekts der Barmherzigen Brüder spricht sich Bürgermeister Klaus Luger für eine Überarbeitung des Bebauungsplanes im Domviertel aus. Eine Bausperre soll demnächst verhängt werden. „Nach 20 Jahren macht es jedenfalls Sinn, die veränderte Situation einzubeziehen und den Bebauungsplan zu überarbeiten“, ist der langjährige Planungsreferent Bürgermeister Klaus Luger überzeugt.

Das Behördenverfahren lief bereits, ein konkreter Bau-Verhandlungstermin konnte von Seiten des Konvents und der Stadt Linz noch nicht genannt werden. Das Konvent plant unter dem Geviert rund um Baumbach-, Kapuziner-, Stifter- und Hafnerstraße die Tiefgarage für die 812 Mitarbeiter des nahen Konventspitals. Die Häuser Hafnerstraße 6-8, wo die Einfahrt geplant ist, gehören bereits dem Konvent. Der begrünte Innenhof soll dort als Tiefgarage genützt werden.

„Nicht mehr zeitgemäß“

Unterstützung erhalten die Anrainer, die sich vor Lärmbelastung und Luftverschmutzung fürchten, auch von den Linzer Grünen und den NEOS: „Es gilt zu vermeiden, dass es zu einer Zunahme des Verkehrs in der ohnehin schon schmalen Hafnerstraße kommt“, so Grün-Gemeinderat Klaus Grininger. Und Lorenz Potocnik von den NEOS ergänzt: „Zu Stoßzeiten ist dort in den engen Gassen die Hölle los, die Luftqualität hat die miesesten Werte in ganz Oberösterreich und trotzdem soll erneut eine fette Tiefgarage in einen grünen Innenhof mit altem Baumbestand gebaut werden. Ist das noch zeitgemäß? Ich denke nicht.“


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