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LINZ. Linz wächst und das auch in den kommenden zehn Jahren. Dabei wird es vor allem einen Anstieg von Jung und Alt geben.

Bis 2027 könnte Linz 222.000 Einwohner haben. Foto: Weihbold
Bis 2027 könnte Linz 222.000 Einwohner haben. Foto: Weihbold

Am 1. Jänner 2017 zählte die Stadt 204.000 Personen mit Hauptwohnsitz in Linz. Dass Linz weiter wachsen wird ist klar. Bei der Frage „Wie viel?“ gibt es drei Varianten: Wegen der hohen Wanderungsgewinne der letzten Jahre geht die Prognose im ersten Prognosejahr von einem relativ hohen Wanderungsgewinn zwischen 1800 und 2200 Personen aus, der bis 2023 auf 750 Personen (niedrige Variante), 1250 Personen (mittlere Variante) oder 1750 Personen (hohe Variante) sinken wird. Bei der wahrscheinlichsten, der mittleren, der errechneten Prognosen steigt die Gesamtbevölkerung bis 2027 um nahezu neun Prozent auf etwa 222.000 an. Da auf Basis der Berechnungen die Infrastruktur, wie Kindergärten oder Seniorenheime, geplant wird, kommt der Prognose eine besondere Wichtigkeit zu. „Die Zahlen haben sich immer in der Bandbreite bewegt, die wir errechnet haben“, erklärt Bürgermeister Klaus Luger auch hinsichtlich des anhaltenden Babybooms in der Stadt und unerwarteter Zuwanderung wie in der Flüchtlingskrise. „Wir rechnen ja laufend und passen das an“, ergänzt Dietmar Bartl, Leiter der Linzer Stadtforschung.

Mehr Junge und Alte

Die Anzahl der Erwerbstätigen in Linz wird dabei circa gleich bleiben. Jene Gruppen, die am meisten wachsen, sind die der Kinder und Jugendlichen und die der Senioren.Bei der Hauptvariante wächst die Gruppe der Kinder und Jugendlichen (0–19 Jahre) bis 2027 um 15 Prozent. Die größten Zuwächse verzeichnen die Gruppen der 6- bis 9-Jährigen sowie der 10- bis 14-Jährigen. Bei der Hauptvariante steigt die Zahl um 21 oder um 18 Prozent an. „Das heißt, dass wir in Klassen und Schulgebäude investieren müssen“, so Luger. „Aber wir haben auch einen massiven Zuwachs bei den über 80-Jährigen.“ Diese Gruppe wird 2027 um ein Viertel größer sein als heute.

Babyboom hält an

Seit Beginn der 1970er-Jahre wies die Lebensstadt Linz über mehr als drei Jahrzehnte nur negative Geburtenbilanzen auf. Erst ab dem Jahr 2004 näherte sich die Zahl der Geburten wieder jener der Sterbefälle an. Im Jahr 2008 konnte erstmals nach 36 Jahren wieder ein Geburtenüberschuss festgestellt werden. In den Jahren 2013 bis 2016 war die Geburtenbilanz ebenfalls positiv. Im Durchschnitt der Jahre 2014 bis 2016 zählte Linz knapp 2.200 Geburten und 2.000 Sterbefälle. Der durchschnittliche Geburtenüberschuss betrug exakt 145 Personen.


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