Linzer Leitbetrieb Celumbaut Hauptsitz aus
LINZ. Einer der drei größten unabhängigen Software-Hersteller Österreichs – das Unternehmen Celum – hat seinen Sitz in Linz und baut diesen weiter aus.

1999 wurde das Unternehmen gegründet und erarbeitet Contentmanagement-Lösungen. „Im Wesentlichen ist es so, dass das moderne Internet, zum Beispiel Online-Shops, und Dinge, die damit zusammenhängen, dadurch funktionieren, dass sie viele Produktbilder und Videos zum Konsumenten bringen. Und das ist sehr sehr viel. Wir automatisieren das“, erklärt Celum-Geschäftsführer Michael Kräftner. „Unsere Kunden sind sehr unterschiedlich. Wir haben einen großen englischen Fußballverein als Kunden, aber genauso sind es Unternehmen wie die voestalpine.“ Derzeit hat das Unternehmen rund 100 Mitarbeiter und ist am Wachsen. Dementsprechend wird auch die Firmenzentrale im Linzer Südpark ausgebaut. Neben dem ursprünglichen zweistöckigen Gebäude entsteht – durch einen Eingangsbereich verbunden – ein zweiter 5-stöckiger Gebäudeteil. „Es war ja eigentlich schon viel früher geplant, einen zweiten Gebäudeteil zu bauen“, so Kräftner.
Herzerl und Star Wars
„Dieses Gebäude war von Anfang an als Teil eines Campus vorgesehen. Die beiden Objekte bieten nämlich komplett unterschiedliche Arten von Arbeitsflächen.“ Im niedrigeren Gebäude befinden sich Besprechungsräume und ein Großraumbüro, das den Software-Entwicklern die Zusammenarbeit erleichtert. Im neuen Gebäudeteil befinden sich klassische Büros. Bei der Gestaltung der Innenräume wurde dabei das Klischee von Österreich als „Land der Berge“ mit einem Augenzwinkern aufgegriffen. So bekommt zum Beispiel die Cafeteria Sessel mit „Herzerl“-Dekor und die Besprechungs-Nischen sind an die Form von Berghütten angelehnt. Daneben steht – um auch dem Klischee von Nerds gerecht zu werden – ein Star Wars-Aufsteller. Doch auch baulich gab es Herausforderungen, die zu meistern waren.
Gegebenheiten nutzen
„Dort wird auf Grundwasser gebaut, daher war die Fundierung schwierig. Es ist aber auch ein bisschen „Fluch und Segen“, weil wir dieses Grundwasser, auf der das Gebäude schwimmt, zur Kühlung benutzen“, erzählt Architekt Franz Schauer und erklärt eine weitere Besonderheit: „Da haben wir ein Gebäude, das sozusagen biologisch gebaut ist – also alles mit Ziegeln. Bei so hohen Gebäuden baut man ja normalerweise aus Beton.“ Die Eröffnung des neuen Gebäudes findet am 17. Oktober statt.


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