Dort, wo das Summen wieder mehr wird
OÖ. Bienenfreundliche Gemeinden verzichten auf Pestizide auf öffentlichen Grünflächen, bepflanzen diese bienenfreundlich und bemühen sich n die Bevölkerung ein, auch ihre Hausgärten in kleine Oasen für Insekten zu verwandeln. Schon 22 Gemeinden in Oberösterreich setzen sich aktiv für den Bienenschutz und die Artenvielfalt ein. Bienenbeauftragte und weitere Vertreter dieser Gemeinden tagten nun in Linz, um Erfahrungswerte auszutauschen und sich über weitere Maßnahmen zu informieren.

Allein die ersten zwölf Pioniergemeinden haben innerhalb von zwei Jahren – neben zahlreichen Aktionen - 10.000 Quadratmeter Bienenweide und über 13 Hektar Wiesen auf extensive Nutzung umgestellt. Im vergangenen Jahr sind zunächst die Gemeinden Krenglbach, Laakirchen, Marchtrenk, Schwertberg und Timelkam in das Programm eingestiegen, ehe im Herbst das Betreuungsangebot seitens Bodenbündnis OÖ auf Ampflwang, Grieskirchen, Scharten, St. Florian und St. Marienkirchen erweitert werden konnte. Neben der Vorstellung von gelungenen Praxisbeispielen aus den Gemeinden Schwertberg, Utzenaich und Ottnang a.H., präsentierten bei der Tagung Fachabteilungen des Landes Oberösterreich Fördermöglichkeiten für konkrete Maßnahmen vor Ort.
Weitere fünf Gemeinden wollen „bienenfreundlich“ werden
„Die ökologische Pflege von öffentlichen Flächen und der Verzicht auf chemische Pestizide sind wichtige Bausteine auf dem Weg zur bienenfreundlichen Gemeinde. Wie aktuell und wichtig dieser Einsatz für die Artenvielfalt ist, zeigen dieser Tage das erfolgreiche Volksbegehren in Bayern oder die Studie zum weltweiten Insektenrückgang, wonach 40 Prozent aller Insektenarten in den kommenden Jahrzehnten aussterben könnten und damit ganze Ökosysteme bedroht sind“, zeugt sich Gerlinde Larndorfer-Armbruster vom Bodenbündnis OÖ erfreut über das große Engagment der Gemeinden. Mit Edt bei Lambach, Regau, St. Georgen an der Gusen, Taiskirchen und Thalheim bei Wels werden wir heuer auf insgesamt 27 Gemeinden wachsen.“
„Es geht auch um Insekten, Schmetterlinge und Vögel“
„Unsere 'Bienenfreundlichen Gemeinden' sind Vorbilder im Einsatz für mehr Vielfalt. Sie zeigen, dass es auch ohne Umweltgifte geht – und sie übernehmen Verantwortung: Das ist ein wichtiger Schritt in Richtung Nachhaltigkeit und Erhalt unserer Lebensgrundlagen auch für die nächsten Generationen. Denn Böden und Bienen bedeuten Leben! Es geht also nicht um die Biene alleine, sondern um Insekten, Schmetterlinge, Singvögel“, betont Umwelt-Landesrat Rudi Anschober, der auch an der Tagung im Botanischen Garten Linz teilgenommen hat.


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