Gewaltschutz-Konzept für Grundversorgungsquartiere
LINZ. Für ein besseres Zusammenleben wird nun in den oö. Grundversorgungsquartieren ein Gewaltschutzplan implementiert.

Derzeit leben rund 4.700 Menschen zusammen in 266 Quartieren in Oberösterreich. Um das Zusammenleben und die Integration bestmöglich zu unterstützen wird nun ein Gewaltschutz-Konzept in allen Grundversorgungsquartieren implementiert. Das Konzept soll den Betreuern ein praxisnahes Instrumentarium in die Hand geben, mit dem standardisiert die Gefährdungspotentiale in den einzelnen Quartieren erkannt und entschärft werden können – von der unübersichtlichen Straßenkreuzung nahe des Quartieres bis hin zu zwischenmenschlichen Konflikten. Es gibt aber auch konkrete Hilfestellung und Handlungsanleitungen für den Ernstfall, damit die Mitarbeitern in Stresssituationen, die ein Gewaltvorfall im Quartier auslöst, nicht erst überlegen müssen, wie sie vorzugehen haben.
Praxisnahe erarbeitet
Das Konzept wurde gemeinsam mit den verschiedenen Trägern in den Quartieren selbst ausgearbeitet. Im Rahmen des Schutzkonzeptes werden mithilfe der wiederkehrenden Moderationsmethode „World-Café“ die Meinungen, Anregungen und Ideen der Bewohner eines Quartiers erhoben. Sie haben vor Ort ihren ganz spezifischen Blick auf Gefahrensituationen, welche sich im Alltag eines Asylquartiers ergeben können. Mit passenden Fragen zu Bereichen wie „Quartier“ oder „Kinder“ kommen die Bewohner untereinander ins Gespräch und halten die Ergebnisse auf Flip-Charts fest. Die Ergebnisse fließen schließlich in den Gewaltschutz-Leitfaden ein, um darauf aufbauend adäquate Maßnahmen zu setzen.“Es war extrem positiv“, berichtet Tina Tauß von der Grundversorgungsstelle des Landes OÖ. „Vor allem die jungen Männer waren auch total motiviert.“


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