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LINZ. Im künftigen Stadtteil Garten Ebel werden alle Straßen nach Frauen benannt.

 (Foto: Tips/Stadler)
(Foto: Tips/Stadler)

Nicht einmal zehn Prozent jener Linzer Straßen, die nach bedeutenden Persönlichkeiten benannt sind, sind nach Frauen benannt. Dass mehr Straßen auch nach bedeutenden Frauen benannt werden, dieses Ziel verfolgte ein Gemeinderatsantrag von KPÖ und Grünen. Der Antrag wurde als Symbol ganz gezielt zum Internationalen Frauentag in der März-Sitzung eingebracht. „Wir meinen, das ist eine gute Gelegenheit, um hier ein wichtiges Signal zu setzen und gleichzeitig einen Ausgleich zu schaffen“, konstatieren Gerlinde Grünn und Rossitza Ekova-Stoyanova. „Frauen sind im öffentlichen Raum massiv unterrepräsentiert. Es ist höchste Zeit das zu ändern und einen Ausgleich zu schaffen. Dazu ist der erste Schritt jetzt getan.“

Der Antrag wurde mehrstimmig angenommen. Die FPÖ, welche den symbolischen Antrag schon im Vorfeld kritisiert hatte, enthielt sich der Stimme.

Namensvorschläge sind willkommen

„Welche Personen mit dieser Auszeichnung bedacht werden, muss natürlich noch diskutiert werden. Klar ist, dass genügend Frauen für diese Würdigung in Frage kommen“, bekräftigen Ekova-Stoyanova und Grünn. Nach welchen Frauen die Straßen im „Garten Ebel“ künftig benannt werden muss noch entschieden werden. Ideen der Linzer und Linzerinnen dazu sind dabei herzlich willkommen: „Wer hier Vorschläge machen möchte, kann gerne ein E-Mail an linz@gruene.at bzw. an ooe@kpoe.at schicken. Wir leiten die eingegangenen Namensvorschläge dann an die Stadt weiter.“ Grundsätzlich gilt, dass in Linz Straßen nur nach verstorbenen Persönlichkeiten benannt werden. Die Entscheidung, nach wem eine Straße benannt wird, trifft der Stadtsenat nach einer vorigen inhaltlichen Prüfung durch das Stadtarchiv.


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