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LINZ. Die Initiative „Verkehrswende jetzt!“ und Fridays for Future Linz veranstalten am Freitag, 19. Juni in Linz eine Protestaktion gegen die geplante A26. Eine Menschenkette beginnend vom Hauptbahnhof bis zur geplanten Autobahntunnelröhre im Freinberg ist geplant. Die Aktion findet im Rahmen eines österreichweiten Aktionstages statt.

Westring- Visualisierung Bahnhof (Foto: ASFINAG)
Westring- Visualisierung Bahnhof (Foto: ASFINAG)

Ab 2024 soll der Hauptteil der A26-Westring-Autobahn gestartet werden: Der Bau des Autobahntunnels samt Autobahnknoten im Linzer Bahnhofsgebiet. „Mit voraussichtlichen Gesamtkosten in der Höhe von rund einer Milliarde Euro verschlingt der Westring das rund 3.000-Fache des jährlichen Linzer Radfahrbudgets. Mit einem dadurch verursachten zusätzlichen Verkehrsaufkommen von rd. 30.000 Autofahrten täglich trägt diese Autobahn massiv zum Ausstoß von klimaschädlichen Treibhausgasen und zur Luftverschmutzung bei, die unsere Gesundheit schädigt. Insbesondere das Bahnhofsgebiet wird zur Verkehrshölle“, sind sich die Organisatoren der Protestaktion sicher.

Start um 16 Uhr

Treffpunkt der Teilnehmer ist um 16 Uhr beim Eingang zur ehemaligen Hauptpost beim Linzer Hauptbahnhof. Es soll eine Menschenkette über die Kärntnerstraße, Waldeggstraße bis zur geplanten Autobahntunnelröhre im Freinberg gebildet werden. Die Abschlusskundgebung ist auf der Kärntnerstraße vor dem Wissensturm geplant.

Die Initiative „Verkehrswende jetzt!“ - ein Zusammenschluss von 20 Bürgerinitiativen und Vereinen, die sich für eine klima-, umwelt- und menschenfreundliche Verkehrswende in Oberösterreich einsetzen - und Fridays for Future Linz fordern den Stopp der A26-Bahnhofsautobahn.

Konkret will man auch den Stopp weiterer geplanten Großstraßenprojekte in und um Linz. Zudem müsse nach der Fertigstellung der vierspurigen Linzer Donaubrücke ebenso viele Fahrspuren auf der Nibelungenbrücke für den Rad- und Fußgängerverkehr umgewidmet werden. Der Linzer Hauptplatz soll sofort und dauerhaft autofrei gemacht werden. Verkehrsvermeidung wie zum Beispiel mit einem Pilotprojekt autofreies Wohnen am Areal der Postcity müsste gefördert werden. Anstatt Milliarden in neue Autobahnen zu stecken, sollten diese in sanfte Mobilität und Öffentlichen Verkehr investiert werden.

Erster österreichischer Verkehrswende-Aktionstag

Am 19. Juni 2020 findet der erste österreichische Verkehrswende-Aktionstag statt. In einer Reihe von Städten und Gemeinden werden an diesem Tag Aktionen durchgeführt. Nähere Infos gibt's unter www.verkehrswende.at/aktionstag/


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