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LINZ. Am Mittwoch, 23. September geht das erste von fünf Streitgesprächen zur Stadtentwicklung im Foyer des Alten Rathauses sowie online über die Bühne. Dies soll allen interessierten Linzern die Möglichkeit geben zur Linzer Stadtentwicklung beizutragen.

Die Linzer sollen mitreden können, wie sich ihre Stadt entwickeln soll. (Foto: Weihbold)
Die Linzer sollen mitreden können, wie sich ihre Stadt entwickeln soll. (Foto: Weihbold)

Linz wächst. In welche Richtung es dabei gehen soll, das sollen die Linzer Bürger mitbestimmen können. Insgesamt sollen fünf Veranstaltungen im Rahmen der Stadtentwicklungsstrategie die Bürgerbeteiligung ermöglichen. Jede Veranstaltung beschäftigt sich mit einem Themenbereich: Stadtwirtschaft, Stadtwachstum, Stadtleben, Stadtnetzwerk und Stadtzukunft. „Stadtentwicklung umfasst ganz viele Lebensbereiche“, so Stadtentwickler Andreas Kleboth. „Der Verkehr kommt als übergreifendes Thema überall vor. Auch das Thema Ökologie ist ein Querschnittsthema. Aber das Stadtleben schaut zum Beispiel ganz anders aus, wenn wir in einem kompakten Stadtraum leben, als in einem Ausufernden.“

Unterschiedliche Interessen berücksichtigen

„Es gibt unterschiedliche Interessen und die sollen auch artikuliert werden“, so Bürgermeister Klaus Luger. Um den Widersprüchen und gegensätzlichen Interessen die bei dem Thema Stadtentwicklung unweigerlich aufeinander treffen, gerecht zu werden, wurde für die Bürgerbeteiligung daher die Form des Streitgesprächs gewählt: In 20 Minuten werden von Experten in einem Streitgespräch gegensätzliche Standpunkte zu einem Thema erörtert. „Die Menschen die Teilnehmen hören alle Seiten und können sich dann entscheiden, welcher Argumentation sie folgen wollen“, erklärt Infrastrukturreferent Vizebürgermeister Markus Hein. Die Diskussion zwischen Fachleuten und „Laien“ ist dabei Teil des Konzepts und ausdrücklich erwünscht. „Diese Form ist uns wichtig, damit es nicht zu einem Monolog kommt“, so Klebroth.

Online Teilnahme möglich

Die erste Veranstaltung ist am Mittwoch, 23. September. „Ursprünglich wollten wir im Frühjahr damit starten“, erklärt Hein. Aufgrund von Corona kam es jedoch zu einer Verzögerung. Und auch das Konzept musste leicht abgeändert werden: Aufgrund der Covid-19-Schutzbestimmungen ist leider nur eine begrenzte Anzahl an Teilnehmern im Foyer des Alten Rathauses möglich. Eine Anmeldung via www.linz-voraus-denken.at ist daher unbedingt erforderlich. Interessierte können an den Streitgesprächen sowie an den anschließenden Bürgerforen auch online über die Beteiligungsplattform CitizenLab teilnehmen. Auch hierfür ist eine Anmeldung erforderlich. Auch via YouTube wird die Veranstaltung übertragen. Online-Teilnehmer werden zudem im Bürgerforum eingebunden.

Erstes Streitgespräch zum Thema Stadtwirtschaft am 23. September

Linz ist die wirtschaftlich erfolgreichste Region Österreichs. Dieser Erfolg ist auch Resultat der in Linz vorherrschenden Ermöglichungskultur für Unternehmen, die sich der Innovation verschrieben haben. Vor allem Kreativ-Hotspots, wie die Tabakfabrik, bieten jungen, aufstrebenden Firmen einen optimalen Nährboden für eine dynamische Entwicklung. In dem ersten Streitgespräch, am Mittwoch, 23. September (18.30-21.30 Uhr) unter Leitung der Stadtplanerin Claudia Nutz (nutzeffekt GmbH) werden wichtige Fragen aus dem Spannungsfeld Wirtschaft und Stadtentwicklung bearbeitet, etwa: Wie kann die wirtschaftliche Entwicklung des Standorts Linz aussehen, weiter wie bisher oder soll bzw. muss es eine Richtungsänderung bei der grundsätzlichen wirtschaftlichen Ausrichtung geben? Auch Themen wie harte Standortfaktoren (Erschließung, Widmung, Energieversorgung etc.), weiche Standortfaktoren (Lebensqualität, Image, Kulturangebot etc.) sowie das vorhandene Dienstleistungsspektrum werden in diesem Themenblock diskutiert. Darüber hinaus steht.


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