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OÖ. Mit dem Erwin Wenzel Preis werden seit 22 Jahren ausgezeichnete Leistungen in den Bereichen Lehre, Schule und Universität gewürdigt - so auch dieses Jahr. Die Einreichphase läuft.

 (Foto: Aewphoto/Shutterstock.com)
(Foto: Aewphoto/Shutterstock.com)

Bereits zum 22. Mal wird 2020 der Erwin Wenzel-Preis vergeben. Ausgezeichnet werden. außerordentlichen Leistungen von jungen Oberösterreichern. „Es gibt viele Preise – für Schüler, für Lehrlinge, für Studierende“, so Werner Steinecker, Obmann des Erwin Wenzl Preis Vereins. Das Besondere am Erwin Wenzel Preis ist, dass er in allen drei Kategorien außerordentliche Leistungen vor den Vorhang holt. Teilnehmen können Absolventen mit einem Bezug zu Oberösterreich.

Einreichung bis 30. Oktober

Der Erwin Wenzel Preis wird seit 2016 im 2-Jahres-Rhythmus ausgeschrieben. „Wir haben uns für eine hohe Qualität entschieden, aber dafür nur alle zwei Jahre“, so Steinecker. Aktuell läuft die Einreichphase – diese wurde aufgrund von Corona bis 30. Oktober ausgedehnt. Eingereicht werden können Arbeiten und Lehrabschlussprüfungen die in den Schuljahren 2018/19 oder 2019/20 bzw. nach dem 30. August 2018 beurteilt worden sind. Die Preisverleihung erfolgt voraussichtlich Anfang 2021 im Bildungshaus Sankt Magdalena. Die Einreichung erfolgt ausnahmslos online in allen Kategorien.

Preisträger gehören zur „Weltspitze“

Im Lehrlingsbereich finden sich Einreicher mit mehreren Lehrabschlüssen, die zudem bei Lehrlingswettbewerbe Plätze errungen haben und ehrenamtlich engagiert sind. Von jährlich rund 12.000 Absolventen der Dualen Ausbildung – einem weltweiten Erfolgsmodell – erfüllen rund 1.000 die Kriterien. „Daher können wir mit Fug und Recht sagen, dass diese Personen, die mit dem Erwin Wenzel Preis ausgezeichnet werden, zur Weltspitze gehören“, so Friedrich Dallamaßl, Juryvorsitzenden für den Bereich Lehre. Das beweisen auch vergangene Erwin Wenzel Preisträger: Im Jahr 2018 ging einer der Lehrlingspreise an Katharina Strasser aus Waizenkirchen, die in ihrer Doppellehre zur Einzelhandelskauffrau und Landschaftsgärtnerin mit Meisterprüfung nicht nur Staatsmeisterin der LandschaftsgärtnerInnen wurde, sondern auch die Silbermedaille bei den Euroskills in Schweden und den achten Platz und Medaillon of Excellence bei den World Skills in Abu Dhabi erreichte

Arbeiten zu zukunftsweisenden Themen

Schüler können Diplomarbeiten und vorwissenschaftliche Arbeiten vorweisen, die sich mit zukunftsweisenden Themen beschäftigen – sei es technisch, gesellschaftlich oder umweltpolitisch – einreichen. „Auch hier ist eine große Vielfältigkeit gegeben und eine hohe Qualität“, ist Wolfgang Zechmeister, Juryvorsitzender der Kategorie Schüler, begeistert. In der Kategorie Schüler überzeugte 2018 Johannes Gebel, der sich in seiner 40-seitigen vorwissenschaftlichen Arbeit mit dem Thema „Völkerrecht“ und der geschichtlichen Epoche des deutschen Kolonialismus intensiv auseinandersetzte. Die Arbeit wurde mit „Sehr gut“ beurteilt, auch seine Reifeprüfung legte er mit ausgezeichnetem Erfolg ab.

Außergewöhnliche Qualität

Universitätsabsolventen können neben der Grundvoraussetzung Note „Sehr Gut“ auf ihre Diplomarbeit oder Dissertation häufig ebenfalls weitere Studienabschlüsse, Auslandsaufenthalte, Stipendien oder Promotionen sub auspiciis praesidentis rei publicae vorweisen. „Es ist bemerkenswert von welcher Qualität die Arbeiten sind, die da eingereicht werden“, so Michael Mayrhofer, Juryvorsitzender der Kategorie Universitätsabsolventen. Dabei kommen die Arbeiten aus den unterschiedlichsten Kategorien. Die Jury besteht aus internationalen Experten unter anderem auch aus Oxford oder Zürich. „Wir treten dann im großen Kreise zusammen und diskutieren, welche Arbeiten preiswürdig sind.“ Im Bereich der Universitätsabsolventen ragte 2018 unter anderem die Dissertation von Peter Gangl heraus, der an der Johannes Kepler Universität am Doktoratskolleg Computational Mathematics die geometrische Optimierung von Elektromotoren behandelte. Bereits während seines Studiums kann er eine Vielzahl an Veröffentlichungen, Präsentationen auf internationalen Konferenzen und einige Auszeichnungen für herausragende Studienleistungen vorweisen.

 Fast 10.000 Euro Preisgelder werden vergeben

Im Bereich Lehre gibt es bisher rund 100 Einreichungen, bei den Schülern circa 35. „Wir rechnen mit um die 50 bis 70 Arbeiten“, so Zechmeister. Von Universitätsabsolventen wurden bisher rund 55 Arbeiten eingereicht. Insgesamt sind Preisgelder in Höhe von 9.800 Euro ausgelobt.

Zur Bewerbung unter erwinwenzlpreis.at/bewerbung/


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