Adventbeginn in Corona-Zeiten: Kirchliche Angebote zum stimmungsvollen Feiern daheim

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Anna Stadler Anna Stadler, Tips Redaktion, 21.11.2020 07:01 Uhr

OÖ. Der Beginn des heurigen Advent fällt mitten in den Lockdown, der noch bis 6. Dezember andauert. Adventkranzsegnungen und Co sind daher heuer nicht in gewohnter Weise möglich. Kirchliche Angebote unterstützen dennoch eine persönliche Adventeinstimmung.

Coronabedingt beginnt heuer der Advent, die Vorbereitungszeit auf Weihnachten, anders als sonst. Bis zum Ende des Lockdown am 6. Jänner hat die katholische Kirche alle öffentlichen Gottesdienste ausgesetzt. Das bedeutet, dass heuer in den Pfarren am 28. November, dem Vorabend des ersten Adventsonntags, keine gemeinsamen Adventkranzsegnungen stattfinden können. Auch die Besuche von Nikoläusen aus den Pfarren in den Familien sind heuer nicht wie gewohnt möglich. Aber: Kirchliche Angebote unterstützen die persönliche Adventeinstimmung zu Hause. Angefangen bei der Adventkranzsegnung.

Den Adventkranz zu Hause segnen

Normalerweise wird mit der Adventkranzsegnung in den Gottesdiensten am Vorabend des 1. Adventsonntags in den Pfarren der Advent liturgisch begonnen. Die Segnung der Adventkränze und der Kerzen in den dunklen, winterlichen Kirchen ist ein Zeichen der Hoffnung. Da die öffentlichen Adventkranzsegnungen in den Pfarrkirchen heuer coronabedingt nicht stattfinden können, sind die Menschen eingeladen, ihren Adventkranz zu Hause bei einer Feier zu segnen. Das Liturgiereferat der Diözese Linz hat Vorschläge für den Ablauf einer solchen Feier und Texte für die Segnung des

Online-Feiern mit Adventkranzsegung

Zudem finden Online-Feier mit Adventkranzsegnung statt, wie jene der Katholischen Frauenbewegung in OÖ am Samstag, 28. November von 18.30 bis 19 Uhr. Die Geistliche Assistentin der Katholischen Frauenbewegung in Oberösterreich (kfb oö) Veronika Kitzmüller lädt gemeinsam mit den ehrenamtlichen Vorsitzenden Paula Wintereder, Karin Limberger und Susanne Lehner – jede bei sich zu Hause – zu einer Online-Feier mit Adventkranzsegnung ein. kfb-Frauen und Menschen, die gemeinsam mit den kfb-Frauen den Advent beginnen möchten, sind eingeladen, zu Hause vor dem Computer mitzufeiern (Einstiegsmöglichkeit ab 18 Uhr). Das Treffen findet in Microsoft Teams statt, in den Browsern Google Chrome oder Microsoft Edge (diese sollten aktualisiert sein) ist eine Teilnahme als Gast ohne Registrierung und Installation möglich. Zur Mitfeier wird ein Computer mit Lautsprechern und eventuell auch Mikrofon und Kamera benötigt. Eine Anmeldung per E-Mail unter kfb@dioezese-linz.at ist erforderlich. Anmeldeschluss ist Freitag, 27. November 2020, 10 Uhr.  Ein Zugangslink und eine Beschreibung wird zugeschickt. (Telefon: 0732 7610-3441).

Interaktive Adventfeier

Das Begegnungszentrum der Citypastoral „Urbi@Orbi“ in Linz lädt beginnend mit dem Samstag vor dem 1. Adventsonntag zu interaktiven Adventfeiern mit Liedern, Texten und Austausch ein. Alle Teilnehmer sind eingeladen, wenn möglich, den Adventkranz oder eine Kerze zum Laptop bzw. Handy mit zunehmen. Die Termine sind immer samstags: 28. November, 5. Dezember, 12. Dezember und 19. Dezember jeweils von 16 bis 16.45 Uhr. Einstiegslink: www.urbiorbi.at

 Persönliche Andacht

Die Kirchen sind zudem weiterhin für das persönliche Gebet geöffnet und ermöglichen stille Besinnung und Adventeinstimmung im Kirchenraum. Die Seelsorger in den Pfarren stehen für Gespräche zur Verfügung. Die Mitfeier von Gottesdiensten in Radio und TV stiftet Gemeinschaft und Verbundenheit. Radio- und TV-Gottesdienste im Überblick: www.katholisch.at/gottesdienste

Der Adventkranz ist ein junger Brauch. Der evangelische Theologe Johann Wichern (+1881) wollte in einem Schülerheim, dem sog. „Rauhen Haus“, die Zeit auf Weihnachten verkürzen. Seit 1840 feierte er im Advent jeden Tag eine Andacht und zündete jeweils eine Kerze an. Die Schüler stellten diese 24 Kerzen auf Reisigzweige. Somit war der Vorläufer des Adventkranzes und des Adventkalenders erfunden. Der erste Adventkranz in einer katholischen Kirche wurde erst 1924 in Köln verwendet.

Bedeutung und Geschichte des Adventkranzes

Der Kranz als Kreis, der kein Ende hat, ist Zeichen für den ewigen Gott. Die grünen Zweige sind Zeichen des Lebens und der Hoffnung und weisen schon auf Christbaum und Weihnachten hin. Die vier Kerzen stellen die Adventsonntage dar. Sie erinnern an Christus, das Licht der Welt, das jeden Menschen erleuchtet. Vielfach werden den liturgischen Farben entsprechend drei violette und eine rosa Kerze verwendet: Violett als Farbe der Besinnung und Buße für den ersten, zweiten und vierten Sonntag, Rosa als Farbe der Vorfreude auf Weihnachten für den dritten Sonntag, der auch „Gaudete“ („Freuet euch“) genannt wird. Rote Kerzen auf dem Adventkranz symbolisieren Gottes Liebe zu den Menschen.

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