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LINZ. Nach einer massiven Störung des Stromnetzes schrammte Europa im Jänner nur knapp an einem Blackout vorbei. Die vom Online Research Institut marketagent veröffentlichte Studie „Wie gut sind die Österreicher auf den Ernstfall eines Blackouts vorbereitet?“ zeigt: Das Bewusstsein für das Katastrophenszenario steigt. Das bestätigt auch der OÖ Zivilschutz, allerdings gäbe es auch massive Fehleinschätzungen seitens der Bevölkerung, was das Schadensausmaß und die Vorsorge betrifft.

 (Foto: Mameraman/Shutterstock.com)
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Die aktuelle marketagent-Studie zur Blackoutvorsorge in Österreich zeigt, dass sich die meisten Österreicher mit dem Thema beschäftigt haben und sich der Gefahr bewusst sind– eine Tatsache, die auch der OÖ Zivilschutz bestätigt. Auch das Bewusstsein für die notwendige Eigenvorsorge, vor allem in der Gruppe der Ü40-Jährigen, ist gestiegen.

Mehr als 5.000 Kundenkontakte im vergangenen Jahr und die Analyse der Zahlen des Zivil- und Katastrophenschutz-Webshops zeigen den Blackout-Experten aber auch, dass es hinsichtlich des Schadensausmaßes noch massive Fehleinschätzungen gibt. „So ist den Menschen zwar bewusst, dass sie auch Trinkwasser bevorraten müssen, allerdings ist ihnen nicht klar, dass die Kanalisation zusammenbrechen kann und somit auch die Toilette nicht mehr funktionieren wird. Es muss also für eine Nottoilette vorgesorgt werden“, sagt OÖ Zivilschutz-Geschäftsführer Josef Lindner. „Das ist nur eines von vielen Beispielen dafür, dass die Zweitfolgen und Schäden eines Blackouts von der Bevölkerung unterschätzt werden.“

Der Zivilschutz weist immer wieder darauf hin, dass auch wenn der Strom wieder da ist, es einige Tage dauern kann, bis auch die Infrastruktur wie Lebensmittelversorgung und Pumpwerke wieder funktionieren.

„Gibt für Privathaushalte Wichtigeres als ein Notstromaggregat“

Andererseits wird der Zivilschutz immer wieder von besorgten Bürgern gefragt, welche Notstromaggregate empfehlenswert sind: „Grundsätzlich sagen wir: Für Privathaushalte gibt es wichtigere Dinge, die jeder Haushalt für einen solchen Katastrophenfall braucht. Produkte, die einfacher und kostengünstiger in der Anschaffung sind, wie ein Notfallradio, eine Notkochstelle, Decken, Lebensmittelvorräte und so weiter“, betont Lindner. „Zur Nutzung eines Notstromaggregates sind bauliche Maßnahmen notwendig, welche gesetzlichen Vorgaben unterliegen. Voraussetzung für eine Einspeisung ist die richtige Infrastruktur am Gebäude: ein Netztrenner und eine Einspeiseschnittstelle. Außerdem muss Treibstoff bevorratet werden, der aber nur eine begrenzte Haltbarkeit hat und richtig gelagert werden muss. Außerdem kann es auch zum Ausfall des Notstromaggregates kommen. Wer sich unbedingt eines anschaffen will, muss auf jeden Fall ein konzessioniertes Elektrounternehmen beauftragen und das Bauamt der Gemeinde über das Vorhaben informieren.“

Bei der Notbeleuchtung setzen die Österreicher gerne auf die – meist schon im Haushalt vorhandenen – Kerzen und übersehen dabei, dass sich die Brandgefahr dadurch stark erhöht. Da auch alle Einsatzorganisationen vom Blackout betroffen sind, werden diese rasch an ihre Grenzen stoßen und nicht mehr die gewohnte Leistung bieten können. Heutzutage gibt es jedoch praktische LED-Alternativen mit einer langen Leuchtdauer– batteriebetrieben oder für die Personen, die wirklich auf Nummer sicher gehen wollen, mit Dynamo – also kurbelbetrieben.

Die Vorsorge-Experten des OÖ Zivilschutzes beraten seit Jahren zum Thema Blackout. Hilfreiche Tipps dazu gibt es auch auf www.zivilschutz-ooe.at, wo auch ein Blackout-Infofolder mit Checklisten für die Zeit vor, während und nach einer solchen Katastrophe sowie die Broschüre Krisenfester Haushalt kostenlos angefordert werden können.


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