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Seeber: "Schutz des bestehenden Baumbestandes muss bei Umbau der Tabakfabrik Priorität haben"

Anna Stadler, 18.03.2021 17:42

LINZ. Die Bauarbeiten in der Tabakfabrik wirken sich auch auf den Baumbestand aus. Einige alte Bäume wurden bereits gefällt. Der Grüne Gemeinderat Bernhard Seeber fordert nun die Priorisierung des Schutzes des bestehenden Baumbestandes beim Umbau der Tabakfabrik. Kritik an den Schlägerungen übten auch bereits die Anrainer - mehr unter www.tips.at/n/529017.

Symbolfoto (Foto: Marinodenisenko/Shutterstock.com)
Symbolfoto (Foto: Marinodenisenko/Shutterstock.com)

Im Rahmen der Bauarbeiten in der Tabakfabrik sind bereits vier große Kastanienbäume gefällt worden. „Dass es offenbar nicht möglich gewesen ist, die Bäume zu retten, ist mehr als bedauerlich. Schließlich brauchen wir gerade in der dicht verbauten Innenstadt jeden einzelnen Baum als natürliche Klimaanlage. Dass rasch Ersatzpflanzungen vorgenommen worden sind, ist dringend notwendig und absolut zu begrüßen. Gleichzeitig müssen die letzten bestehenden großen Bäume aber unbedingt erhalten bleiben und dürfen nicht auch den Bauarbeiten zum Opfer fallen“, fordert Bernhard Seeber, Gemeinderat und Mitglied des Aufsichtsrates der Tabakfabrik Linz GmbH. Hier sei von allen Beteiligten hohe Sensibilität gefragt. Das gelte insbesondere für den Investor und den an den Arbeiten beteiligten Unternehmen. Seine Forderung für einen besseren Schutz der Bäume hat Seeber bereits schriftlich an die Geschäftsleitung und den Aufsichtsratsvorsitzenden der Tabakfabrik gerichtet.

Seeber: „Neue Bäume kein gleichwertiger Ersatz“

Denn: So wichtig die neu gepflanzten Bäume – für die Seeber auch eine Baumpatenschaft übernommen hat – auch sind, handelt es sich dabei jedoch um kleinere Gewächse, die noch kein gleichwertiger Ersatz für die großgewachsenen gefällten Bäume sein können.

„Sowohl aus Gesichtspunkten des Klima- und Baumschutzes als auch aus der Sicht eines Innovationsstandortes, der sich seiner historischen Substanz bewusst ist, sind weitere Baumfällungen nicht zu akzeptieren. Gleichzeitig muss das angekündigte Begrünungskonzept nach dem Ende der Bauarbeiten vollständig und zügig umgesetzt werden“, betont Seeber.


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