Nach Bus-Cluster aus Kosovo: Land OÖ will stärkere Kontrollen an Grenzen

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(Foto: Volker Weihbold)
Karin Seyringer Karin Seyringer, Tips Redaktion, 14.04.2021 16:44 Uhr

OÖ. Im Zusammenhang mit dem Cluster von Infizierten einer Busgruppe aus dem Kosovo fordert jetzt das Land OÖ stärkere Kontrollen der Grenzen. Gleichzeitig sollen solche Beförderungsunternehmen stärker in die Pflicht genommen werden, die bestehenden Regelungen einzuhalten. 

Ein Reisebus aus dem Kosovo sorgte für einen neuen Corona-Cluster in Oberösterreich. Im Rahmen des Contact-Tracings des Landeskrisenstabs wurde man auf die positiven Corona-Fälle aufmerksam. Wie das Land OÖ mitteilt, wurden von den 34 mitfahrenden Personen 14 Personen positiv getestet, dazu kommen mit Stand 14. April vier Folgefälle.

Bei den Fahrgästen handelt es sich um Familien, die von ihrem Osterurlaub aus dem Kosovo zurückkehrten. Aktuell sind vier Familien mit jeweils mehreren Familienmitgliedern im Alter zwischen 9 und 81 Jahren betroffen. Die Reise wurde am 3. April im Kosovo gestartet. Die Einreise nach Österreich erfolgte am 4. April über beim Grenzübergang Litzelsdorf/Burgenland.

Über Oberösterreich verteilt

Die Fälle sind nicht auf einen Bezirk konzentriert, sondern ergeben im Gesamtbild einen bezirksübergreifenden Cluster. Die insgesamt 18 infizierten Personen verteilen sich auf die Bezirke Eferding (4), Grieskirchen (3), Ried (7), Linz (3) und Linz-Land (1). Sieben Betriebe und fünf Schulen sind davon betroffen. Die infizierten Personen arbeiten in verschiedenen Bereichen – im Einzelhandel (z.B. als Lagermitarbeiter), in der Industrie, in der Reinigung und im Transportgewerbe.

Die Erhebungen des Kontaktpersonenmanagements zu den betroffenen Personen wurden vollständig abgearbeitet und die behördlichen Absonderungen erteilt. Die Anzahl der positiven Fälle, die diesem Cluster zugeordnet werden können, ist seit gestern stabil.

Haberlander: „Brauchen konsequente Kontrollen an Grenzen“

„Die Situation ist noch immer sehr herausfordernd und wir müssen uns gemeinsam mit aller Kraft gegen die Ausbreitung des Corona-Virus stemmen. Es nützt aber nichts, wenn wir in unserem Land streng sind und gleichzeitig die Infektionen von außen eingeschleppt werden. Daher brauchen wir konsequente Kontrollen an den Außengrenzen, und die Beförderungsunternehmen müssen die Regelungen strikt einhalten“, so Gesundheitsreferentin LH-Stellvertreterin Christine Haberlander, die gleichzeitig betont, wie wichtig ein rasches und vollständiges Contact-Tracing und die Mithilfe der jeweils betroffenen Personen ist, um eine weitere Ansteckung zu vermeiden.

Stichprobenartige Kontrollen verstärken

Aktuell werden die derzeit geltenden Einreisebestimmungen stichprobenartig kontrolliert, nötig ist bis auf Ausnahmen ein negatives Corona-Testergebnis und die elektronische Registrierung. Auch gilt bis auf Ausnahmen eine zehntägige Heimquarantäne nach einer Einreise, mit Möglichkeit zum Freitesten ab dem fünften Tag.

Der Landes-Krisenstab sei in einer ständigen, engen Abstimmung mit dem Landes-Polizeikommando, was die Situation bei den oberösterreichischen Grenzübergängen betrifft. Im konkreten Fall wurde der Grenzübergang Litzelsdorf in Burgenland passiert, der nicht rund um die Uhr kontrolliert werde.

Das Land OÖ fordert daher vermehrten Grenzschutz an den südlichen Grenzen. In Bezug auf die Kontrollen der Grenzübergänge ist eine noch engere Abstimmung mit den Landeskrisenstäben Burgenland und Steiermark vereinbart; auch werde der Austausch von relevanten Informationen aus dem Contact-Tracing intensiviert, heißt es.

Verstärkte Kontrollen von Busreisen und Überprüfung der Einhaltung der geltenden Schutzmaßnahmen sind vorgesehen und vor allem bei auffälligen Beförderungsunternehmen noch genauer zu kontrollieren. Die Erfahrungen aus dem Sommer 2020 zeigen, dass die Beförderungsunternehmen ihre Reiserouten flexibel handhaben, an den typischen Reiserouten wird man aber vermehrt Präsenz zeigen.

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