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LINZ. Die Stadt Linz positioniert sich mit einer neuen, eindringlichen Kampagne gegen Sexismus klar und deutlich gegen das Herabwürdigen von Menschen aufgrund ihres Geschlechts in jedweder Form.

  1 / 2   Die Stadt Linz beteiligt sich als zweite österreichische Stadt an der Kampagne und folgt damit dem Beispiel der Stadt Graz, die bereits im Vorjahr mit einer Kampagne gegen Sexismus an die Öffentlichkeit trat. (Foto: Stadt Linz)

Sexismus ist nicht nur sexuelle Belästigung, sondern umfasst jede Diskriminierung aufgrund des Geschlechts. Davon betroffen sind alle Lebensbereiche und alle Menschen. Nur mit gemeinsamen Anstrengungen können sexistische Bemerkungen, Übergriffe, Darstellungen und Stereotype überwunden werden.

Die EU-weite Kampagne „JUMP“ zeigt auf, wo Ungleichbehandlungen – zwischen Frauen und Männern – stattfinden, wie gleiche Verhaltensweisen unterschiedlich bewertet werden und wie stark diese Klischees immer noch in unserer Gesellschaft, vor allem im Arbeitsalltag, verankert sind. Die Stadt Linz beteiligt sich als zweite österreichische Stadt an der Kampagne und folgt damit dem Beispiel der Stadt Graz, die bereits im Vorjahr mit einer Kampagne gegen Sexismus an die Öffentlichkeit trat.

Die Sujets der Kampagne wurden unter dem Titel „Free Your Organisation from Sexism“ zur Verfügung gestellt von JUMP, einer in Brüssel angesiedelten Organisation, die sich Gleichbehandlungsthemen auf dem gesamten Kontinent widmet. Die Sensibilisierungskampagne „Gib Sexismus keine Chance!“ wird vom Frauenbüro der Stadt Linz in Zusammenarbeit mit dem städtischen Kommunikationsressort realisiert

Gemeinderats-Antrag gab den Anstoß

Die Aktion beruht auf einem einstimmigen Beschluss des Linzer Gemeinderates. ÖVP-Gemeinderätin Theresa Ganhör, die den Antrag im April 2022 einbrachte: „Es ist wichtig und richtig, dass die Sensibilität für Sexismus und Diskriminierung sensibilisiert werden soll. Sexismus und Diskriminierung hat in Linz keinen Platz. Die Initiative ist auch die Umsetzung unseres Antrags vom April. Es ist traurig, dass wir im Jahr 2023 noch immer über diese Probleme sprechen müssen, umso wichtiger, dass die Bemühungen für mehr Sensibilität nun intensiviert werden.“

Das Frauenbüro und der städtische Geschäftsbereich Kommunikation und Marketing wurden nach dem Gemeinderatsbeschluss beauftragt, bewusstseinsbildende Maßnahmen gegen Sexismus und sexuelle Belästigung zu entwickeln und umzusetzen.

Sensibilisierung auf allen städtischen Kommunikationskanälen

„Die Stadt Linz positioniert sich mit der Kampagne gegen Sexismus klar und deutlich gegen das Herabwürdigen von Menschen aufgrund ihres Geschlechts in jedweder Form. Auf allen städtischen Kommunikationskanälen sensibilisiert diese die Bevölkerung gegen Machtungleichheit und Diskriminierung mit dem Ziel, langfristig eine Gleichstellung der Geschlechter herbeizuführen“, betont der Linzer Bürgermeister Klaus Luger.

„Sexismus weit verbreitet“

„Sexismus ist in unserer Gesellschaft sehr viel weiter verbreitet, als wir es auf den ersten Blick sehen. Es geht dabei um Machtmissbrauch, Grenzverletzungen und Diskriminierung aufgrund des Geschlechts. Sexismus führt zu ungleichen Chan-cen und sexueller Belästigung bis hin zu Gewalt. Der Übergang von Sexismus zu sexueller Belästigung ist fließend. Das geht uns alle an. Ebenda setzt die städtische Kampagne an. Die Sujets zeigen auf, wo Ungleichbehandlungen zwischen Frauen und Männern immer noch vorhanden sind“, führt Frauenreferentin Stadträtin Eva Schobesberger aus.


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