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Fridays For Future: Menschenkette beim Linzer Landhaus

Nora Heindl, 17.03.2023 13:18

LINZ. Am Freitag, 17. März, plant Fridays For Future um 16 Uhr eine Menschenkette beim Linzer Landhaus. Sie soll als ein Zeichen des Zusammenhalts in Krisenzeiten gelten. Im Vordergrund steht dabei die dringend benötigte Energiewende, um unabhängig von fossilen Energieträgern und Autokratien wie Russland zu werden.

 (Foto: Fridays For Future Linz)
(Foto: Fridays For Future Linz)

Etwa dass Erdgasbohrungen in Molln möglich sein sollten, obwohl sich diese in keinster Weise mit nationalen, sowie globalen Klimazielen verbinden lassen würden, ist für Fridays For Future unverständlich. Nur weil russisches Gas von der Allgemeinheit als „schlecht“ eingestuft werden, sei Erdgas aus der Österreich nicht sinnvoll oder vertretbar. Gasbohrungen seien äußerst klimaschädlich und zerstören Ökosysteme, vor allem das angrenzende Naturschutzgebiet in Molln sei gefährdet. Dazu komme der Zeitfaktor, der die Sinnhaftigkeit dieser Bohrungen aufgrund der langen Dauer einmal mehr in Frage stelle. Österreich brauche für eine sichere Energiewende Windkraft und Sonnenenergie. Für eine Wärmewende seien Wärmequellen wie Geothermie und Solarthermie von hoher Bedeutung. Diese seien in vielerlei Hinsicht vorteilhafter, als neue fossile Risiken einzugehen.

„Schon über ein Jahr dauert der Krieg in der Ukraine an und wir sind bestürzt über die Ausmaße der Zerstörung, die dadurch entstehen. Noch schlimmer ist dabei die Tatsache, dass Österreich nach wie vor den Krieg mitfinanziert, indem Gas von Putin importiert wird. Es ist aus diesem Grund unumgänglich, dass erneuerbare Energien endlich im großen Stil gefördert und ausgebaut werden“, sagt Elisabeth Steiner, von Fridays For Future Linz.

Nicht zu vergessen sei bei all den Herausforderungen, dass die Klimakrise längst kein bedrohliches Zukunftsszenario mehr ist, sondern auch hierzulande schon für zahlreiche Menschen bittere Realität. Hitzesommer, Dürren, Ernteverluste, Wasserknappheit und heftige Unwetter machen auch vor Oberösterreich keinen Halt und somit sei ein Handeln, das der Dringlichkeit der Lage entspricht, sofort notwendig. „Auch wenn vieles in der Vergangenheit verabsäumt wurde, ist es technisch gesehen möglich, auf schnellstem Weg eine Kursänderung einzuschlagen. Dafür brauchen wir aber die politische Entschlossenheit. Innerhalb der Klimabewegung halten wir zusammen und stehen für eine friedliche Zukunft ein, für die eine Energiewende schnellstmöglich umgesetzt werden muss“, sagt Lea Moser von Fridays For Future Linz.


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