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RSV-Impfung für Neugeborene in den Kliniken

Nora Heindl, 01.10.2025 16:00

LINZ. Mit der kalten Jahreszeit steht auch wieder die Zeit der Infektionen vor der Tür. Deshalb bieten alle Kliniken der Oberösterreichischen Gesundheitsholding (OÖG) erneut die Impfung gegen das Respiratorische Synzytial-Virus (RSV) für Neugeborene an. 

Die RSV-Impfung schützt Säuglinge vor einer der häufigsten Ursachen für schwere Atemwegserkrankungen im ersten Lebensjahr. (Foto: OÖG/Harald Dostal)

Pro Jahr müssen rund 1.100 Kinder in Österreich aufgrund einer RSV-Erkrankung im Spital behandelt werden. Durchschnittlich verläuft die Infektion bei einem von 500 – zuvor völlig gesunden – Kindern sogar tödlich. 

Das hochinfektiöse Virus wird über Tröpfcheninfektion (Sprechen, Husten, Niesen) übertragen. Vor allem bei Säuglingen und Kleinkindern kann es schwere Erkrankungen wie Bronchitis oder Lungenentzündung verursachen. Besonders im ersten Lebensjahr verläuft eine Infektion häufig schwer – mit hohem Fieber, Atemnot oder Mittelohrentzündungen. 

„Die große Mehrheit der schweren RSV-Erkrankungen beobachten wir bei zuvor gesunden Säuglingen. Zudem sind diese Erkrankungen in den Wintermonaten die Hauptursache für einen Krankenhaus-Aufenthalt bei Säuglingen. Deshalb bieten wir bei allen Neugeborenen in unseren Kliniken direkt nach der Geburt die Impfung gegen das RSV-Virus an. Durch diese Impfung können wir viele dieser schweren Verläufe verhindern und die Kleinsten in unserer Gesellschaft wirksam schützen“, so Primarius Gerhard Pöppl, Leiter der Abteilung Kinder- und Jugendheilkunde am Pyhrn-Eisenwurzen Klinikum Kirchdorf.

Impfung in allen OÖG Kliniken verfügbar

Die RSV-Impfung wird in allen Kliniken der OÖG (Regionalkliniken und Kepler Universitätsklinikum) von Oktober bis zum Ende der RSV-Saison (Ende März/Anfang April) angeboten. Bei Einverständnis der Eltern erfolgt die Impfung direkt nach der Geburt, einmalig und bietet einen sofortigen Schutz. Nach aktuellem Stand der Wissenschaft muss die Impfung nicht jährlich wiederholt werden.

Besonders wichtig ist die Impfung für Babys, die während der RSV-Saison von Oktober bis März geboren werden. Sie tragen das höchste Risiko für schwere Erkrankungen und sollten deshalb die Immunisierung möglichst rasch noch im Klinikum erhalten. Kinder, die außerhalb der Saison zur Welt kommen, sollten im Oktober im niedergelassenen Bereich geimpft werden.

Für Erwachsene ist derzeit keine generelle RSV-Impfung vorgesehen. Eine Impfung kann jedoch für bestimmte Risikogruppen – etwa ältere Menschen (empfohlen ab dem 60. Lebensjahr) oder Personen mit chronischen Lungenerkrankungen – sinnvoll sein. Hierzu beraten die niedergelassenen Ärzte individuell.


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