Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

Impfaktion gegen vor allem für Babys gefährlichen Atemwegsvirus in Linz

Steiner Christoph, 07.10.2025 15:52

LINZ. Vor allem für Kinder im in den ersten Lebensmonaten ist es gefährlich: Das Respiratorisches Synzytial-Virus (RSV) ist ein weit verbreitetes Atemwegsvirus, das zwei von drei Babys vor ihrem ersten Geburtstag infiziert. Eine Erkrankung kann schwere Symptome bis hin zur Atemnot hervorrufen. Zuverlässigen und sicheren Schutz davor bietet eine Impfung, die den Neugeborenen auf der Abteilung für Kinder- und Jugendheilkunde am Ordensklinikum Linz kostenlos verabreicht wird.

Schutz für die Jüngsten. (Foto: New Africa/stock.adobe.com)
Schutz für die Jüngsten. (Foto: New Africa/stock.adobe.com)

Eine einmalige Impfung schützt die Babys über mehrere Monate hinweg. Von der Geburt bis etwa einem halben Jahr sind Säuglinge noch zu jung, um genügend eigene Antikörper zu produzieren, daher sind sie besonders gefährdet, schwer an RSV zu erkranken. „Eine Infektion der unteren Atemwege, eine Bronchiolitis, kann durch RSV ausgelöst werden, wodurch die Babys erschwert Luft bekommen. Da die Erkrankung nur sehr schwer behandelbar ist, müssen wir uns als Kinderärzte oft darauf beschränken, mit ausreichender Flüssigkeitszufuhr und Sauerstoffgabe die Kinder möglichst gut zu begleiten. Ich habe unzählige Nächte mit Eltern und ihren schwer kranken Babys mitgelitten“, so Primar Gerhard Nell, Leiter der Abteilung für Kinder- und Jugendheilkunde.

Gut verträglich

Der RSV-Impfstoff ist für Säuglinge sehr gut verträglich. Für Primar Nell ist dennoch besonders wichtig, die Eltern aufzuklären und ihnen etwaige Sorgen zu nehmen. „Es bringt nichts, mit Angst oder Drohungen eine Impfung durchsetzen zu wollen. Stattdessen zeigen wir den Eltern die Chance, dass wir mit der RSV-Impfung jene Situationen verhindern können, die sowohl für die Erwachsenen als auch die Kinder sehr, sehr belastend sind“, so der Kinderarzt. Durch eine Finanzierung von Bund und Land steht der passive Impfstoff seit Dezember 2024 nicht nur der Risikogruppe der Frühchen und Vorerkrankten, sondern allen Neugeborenen kostenlos zur Verfügung.

Ältere weniger gefährdet

Übertragen wird RSV durch Tröpfcheninfektion, wie Husten oder Niesen, sowie Schmierinfektion über kontaminierte Hände oder Oberflächen. Auch Erwachsene kön-nen an dem Virus erkranken, wobei sich eine Infektion bei einem Großteil in harmlosen Erkältungssymptomen wie Husten und Schnupfen äußert. Besonders gefährdet sind allerdings auch ältere Menschen ab 60 Jahren mit chronischen Krankheiten oder einer Immunschwäche.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden