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LINZ. Am Samstag ist der Linzer Altbischof Maximilian Aichern im 94. Lebensjahr im Domherrenhaus in Linz verstorben.

Die Diözese Linz trauert um Bischof emeritus Maximilian Aichern, der am Samstag im 94. Lebensjahr verstorben ist. (Foto: Diözese Linz / Hermann Wakolbinger)

Fast 24 Jahre lang, von 1982 bis 2005, war Maximilian Aichern, gebürtiger Wiener und Benediktiner von St. Lambrecht, der Diözese Linz vorgestanden. Er hatte die Kirche als „Sozialbischof“ weit über Oberösterreichs Grenzen hinaus geprägt.

Interessiert bis zuletzt

Getreu seinem bischöflichen Wahlspruch „In caritate servire“ (In Liebe dienen) nahm Aichern auch als emeritierter Bischof bis vor etwa einem Jahr etliche Dienste in der Diözese Linz wahr, etwa in der Leitung von Festgottesdiensten, bei Firmungen und Vorträgen. Probleme mit den Beinen hatten ihn in seinen letzten Lebensjahren in seiner Mobilität erheblich eingeschränkt und zunehmend geschwächt. Sein Interesse an kirchlichen und gesellschaftlichen Themen war jedoch bis zuletzt ungebrochen.

In den Samstagmorgenstunden verstarb Maximilian Aichern im 94. Lebensjahr. Bischof Manfred Scheuer, seine Haushälterin und Betreuerin Hildegard Rattan und sein Sekretär und Zeremoniär Thomas Hintersteiner beteten in seinen letzten Stunden mit ihm und für ihn. Maximilian Aichern hatte am 26. Dezember seinen 93. Geburtstag gefeiert. Am 17. Jänner hatte sich der Tag seiner Bischofsweihe im Linzer Mariendom zum 44. Mal gejährt.

„Traurig, aber dankbar“

Bischof Manfred Scheuer: “Traurig aber mit großer Dankbarkeit blicke ich auf das Wirken von Bischof Maximilian Aichern, der unsere Diözese mit seinem weiten Herzen, seiner Menschenfreundlichkeit und seinem tiefen Glauben geprägt hat. Er war ein Brückenbauer, der stets den Dialog suchte – in der Kirche ebenso wie in der Gesellschaft. Seine geistige Strahlkraft und sein unerschütterliches Vertrauen in eine gute Zukunft bleiben uns Vermächtnis und Auftrag. Und dennoch: Er wird uns allen sehr fehlen. Ich möchte einladen zum Gebet für unseren Bischof Maximilian. Gott schenke ihm den Himmel.“

Die große Glocke des Mariendoms lud mit 15-minütigem Läuten zum Gebet für den Verstorbenen ein. Als Zeichen der diözesanweiten Trauer werden in den oö. Pfarrgemeinden zur nächsten bzw. übernächsten vollen Stunde die Kirchenglocken für 10 Minuten läuten. Alle kirchlichen Gebäude werden schwarz beflaggt.


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