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Bildung als Chance für Geflüchtete, durch die More-Initiative der JKU Linz

Karin Seyringer, 19.05.2026 15:52

LINZ. Fünf junge Menschen, die vor Krieg flüchten mussten, haben an der JKU Linz erfolgreich ihr Studium abgeschlossen. Die MORE-Initiative der JKU unterstützte sie auf ihrem Weg.

  1 / 3   Feierten ihren Abschluss, v. l.: Olha Yehorova, Davyd Pizhuk, Daria Kuklina mit (hi. v. l.): Sonja Falkner-Matzinger, Assoz. Univ.-Prof. Moritz Brehm, Vizerektor Alexander Freischlager, em.Univ.-Prof. Hanspeter Mössenböck, Koordinatorin Carina Kobler (Foto: Paul Hamm Linz)

Mit Garik Mgoyan (Bachelor Sozialwirtschaft), Anastasiia Hradobyk (Bachelor International Business Administration) sowie Daria Kuklina, Davyd Pizhuk und Olha Yehorova (alle Bachelor Artificial Intelligence), haben fünf junge Akademiker ihren Weg von der Ankunft in einem neuen Land bis zum Studienabschluss gemeistert. Sie stammen großteils aus der Ukraine und mussten ihre Heimat verlassen. Ihre Geschichten zeigen, wie Bildung Türen öffnen und Perspektiven schaffen kann.

Begleitet und unterstützt wurden sie auf ihrem Weg von der MORE-Initiative des International Welcome Centers der JKU. Diese hat sich die erfolgreiche Integration und Förderung von Chancengleichheit zur Aufgabe gemacht und unterstützt junge Menschen, die vor Krieg fliehen mussten. Sie erhalten dadurch die Möglichkeit zu Bildung und gesellschaftlicher Teilhabe sowie die Chance auf ein selbstbestimmtes, friedvolles Leben.

„Gefühl des Willkommens“

„Die MORE-Initiative hat mich durch mein Bachelor-Studium begleitet und mir bei vielen organisatorischen Dingen geholfen. Ob Kursanmeldungen, Informationen zum Studium oder Semesterplanung – ich habe immer Unterstützung bekommen, wenn ich sie gebraucht habe. MORE bedeutet für mich aber auch, Teil einer Gemeinschaft zu sein, in der ich mich mit anderen austauschen und vernetzen kann“, erzählte Absolventin Olha Yehorova.

Geleitet wird das International Welcome Center von Sonja Falkner-Matzinger. „Als International Welcome Center schaffen wir ein Gefühl des Willkommens, geben Orientierung und bauen Vertrauen auf. Diese Bausteine sind entscheidend, damit der Einstieg in das Studium gelingt und Bildung wirken kann“, betont sie.

Unterstützung durch Partner

Unterstützt wird MORE auch von der Borealis GmbH und der Erste Stiftung. Damit werden Leistungsstipendien in Höhe von rund 200 Euro monatlich ermöglicht. „Das bedeutet für mich, dass ich mich stärker auf mein Studium konzentrieren kann. Die finanzielle Unterstützung hilft mir im Alltag und gibt mir Sicherheit“, so Absolvent Garik Mgoyan.

Um die Unterstützung weiterhin zu ermöglichen, sucht die Initiative aktuell neue Kooperationspartner.

Aktuell 110 Studierende

Derzeit begleitet die MORE-Initiative rund 110 Studierende. Seit dem Start des Programms im Jahr 2015 konnten bereits mehr als 30 junge Menschen ihr Studium erfolgreich abschließen. JKU-Rektor Stefan Koch: „MORE ermöglicht eine Win-win-Situation: Junge Menschen mit Fluchthintergrund bekommen die Möglichkeit einer universitären Ausbildung und unser Land profitiert vom Engagement und dem Talent dieser jungen Frauen und Männer.“

Mgoyan, Hradobyk, Kuklina, Pizhuk und Yehorova arbeiten bereits an ihren nächsten Zielen, in Masterstudien, Forschungsprojekten oder studienbegleitenden Jobs.


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