Linzer Freibäder verzeichnen Rekordsommer
LINZ. Die Linzer Bäder waren heuer außergewöhnlich stark gefragt: Von 1. Mai bis 13. September wurden in den vier Bäderoasen rund 371.000 Besuche gezählt. Das ist der höchste Wert seit mehr als zehn Jahren.

Nur im Ausnahmesommer 2015 war der Besucherandrang noch größer. Damals wurden rund 406.000 Besuche verzeichnet. Mit der Saison 2013 liegt der heurige Sommer praktisch gleichauf.
Am beliebtesten war das Parkbad. Die Fitnessoase verzeichnete rund 165.000 Besuche. Auf Platz zwei liegt die Erlebnisoase Schörgenhub mit rund 91.000 Gästen. Es folgen die Wellnessoase Hummelhof mit rund 67.000 und die Familienoase Biesenfeld mit rund 48.000 Besuchen. Insgesamt bieten die vier Bäderoasen zehn Freibecken mit knapp 6.000 Quadratmetern Wasserfläche.
„Öffentliche Bäder sind keine Kür, sondern kommunale Grundversorgung. In einem Sommer wie diesem, in dem uns die Hitze über Wochen begleitet hat, entscheidet der Zugang zu Wasser über Lebensqualität und Gesundheit“, betont Vizebürgermeisterin Karin Leitner (SPÖ).
Rund 40 Prozent der Badegäste sind Nicht-Linzer
Die Zahlen zeigen, wie dringend dieses Angebot gebraucht wird, und zwar über die Stadtgrenzen hinaus: Rund 40 Prozent der Badegäste kommen laut Leitner aus dem Umland. Finanziert werde die Infrastruktur allerdings allein von der Stadt Linz und ihrer Tochtergesellschaft Linz AG. Daher habe die Stadt noch vor den Sommerferien mit einer Resolution an das Land Oberösterreich eine faire Mitfinanzierung gefordert.
Leitner spricht sich außerdem für eine neue Bäderstudie für ganz Oberösterreich aus. Sie soll die Versorgung in Wohnortnähe sowie eine gerechte Kostenverteilung prüfen.
Ergänzt wird das Linzer Angebot durch sieben kostenlose Kinderfreibäder in den Stadtteilen, die Kindern bis zwölf Jahre offenstehen. Eine vergleichbare Dichte gibt es in Österreich sonst nur in Wien. Heuer wurde unter anderem in den Kinderfreibädern in der Weigunystraße und der Siemensstraße investiert, dort wurden Becken und Wasseraufbereitung vollständig erneuert.
Auch die Badeseen Pichlinger See, Pleschinger See und Kleiner Weikerlsee gehören zum Linzer Sommerangebot. Sie werden von der Linz AG betreut, bieten rund 50 Hektar Wasserfläche und sind kostenlos zugänglich.
„Wer in Linz schwimmen gehen möchte, zahlt dafür weniger als in fast jeder anderen Landeshauptstadt. Das ist eine bewusste Entscheidung“, sagt Leitner.








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