Linzer Arzt gibt medizinisches Wissen in Eritrea weiter
LINZ/ASMARA. Kinder behandeln und medizinisches Wissen weitergeben: Dafür engagiert sich der Linzer Arzt Friedrich Hamberger ehrenamtlich in Eritrea. Der Kinderanästhesist und Allgemeinmediziner am Kepler Universitätsklinikum reist in der Regel zweimal jährlich mit dem „Paediatric Urology Team for Eritrea“ nach Asmara.

Gemeinsam mit eritreischen Kollegen versorgt das Team aus österreichischen Ärzten Kinder und bildet medizinisches Personal aus. So wurden beim Einsatz im vergangenen Juni 50 Operationen und 24 Harnsteinbehandlungen durchgeführt, 185 Kinder wurden ambulant untersucht. Hamberger hielt zudem gemeinsam mit Gudrun Graf vom LKH Klagenfurt Vorträge und leitete praktische Übungen zum patientennahen Ultraschall.
„Unser Ziel ist, dass die Kolleginnen und Kollegen in Eritrea medizinisches Wissen selbstständig anwenden, vermitteln und weiterentwickeln können“, sagt Hamberger. Wenn aus Lernenden Lehrende würden, wirke die Hilfe über den einzelnen Einsatz hinaus. Zugleich lerne auch das österreichische Team von den Partnern vor Ort.
Die Geschäftsführung und die Kollegiale Führung des KUK danken Hamberger für sein Engagement: „Hilfe zur Selbsthilfe heißt, Wissen weiterzugeben, praktische Fähigkeiten zu vermitteln und gemeinsam mit den Partnerinnen und Partnern vor Ort die Voraussetzungen für eine dauerhaft gute medizinische Versorgung zu schaffen. So kann aus einem zeitlich begrenzten Einsatz eine Wirkung entstehen, die bleibt.“
Das kinderurologische Projekt besteht seit 2007. Neben der Behandlung der Kinder nimmt heute die Ausbildung des lokalen Personals eine zentrale Rolle ein.








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