Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt
tips.at als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen

Die Initiative 'Laut ist kein Argument' stellt sich gegen Populismus und Extremismus

Valerie Himmelbauer, 21.02.2017 15:00

Leise zugeschaut und mitgelesen hat der 45-Jährige Waldinger Werner Höretzeder lange genug. Jetzt wird er mit seiner Initiative „Laut“ aktiv und engagiert sich gegen die aktuellen Entwicklungen - auch in den sozialen Medien - von Populismus und Rechtsextremismus.

Das „Laut“- Expertenteam: Die Linzerin Iris Steiner, Roland Andres aus Traun, Initiator Werner Höretzeder und Silja Kempinger aus Linz. Foto: Alexander Scharrer

„Mich stört es, wie wir miteinander umgehen - auch in den sozialen Medien. Es ist erschütternd, wenn sämtliche Regeln des Miteinanders und der Kommunikation in einer scheinbaren Welt der Anonymität völlig außer Kraft gesetzt werden. Und sich Menschen mit Vergewaltigungsaufrufen bis zu Morddrohungen in Monster verwandeln“, berichtet Werner Höretzeder und betont: „ Ich will nicht, dass meine Kinder so aufwachsen, und ich will nicht, dass ich in zwanzig Jahren dasitze und sage: Ich habs euch ja gesagt, ich habs ja gewusst, dass das schief gehen wird. Ich will lieber gleich aktiv werden und etwas unternehmen“ schildert der zweifache Vater seine Beweggründe „Laut ist kein Argument“ zu gründen. Seine Initiative soll nicht in eine bestimmte politische Richtung gehen, soll nicht Links gegen Rechts schüren, aber soll sich in Form von Workshops gegen Extreme stellen.

Nicht Links gegen Rechts

„Linkspopulismus ist um nichts besser als Rechtspopulismus. Mit „Laut“ wollen wir Brücken bauen, zu Diskussionen anregen, die über eine bestimmte Grenze drüber kommen“, erzählt der gebürtige Rohrbacher und führt aus: „Wir wollen gegen Populismus und Rassismus aktiv werden“. Durch seine bisherige beruflichen Erfahrungen in der Suchtprävention durch seine eigene Firma, die Workshops im Gesundheitswesen anbietet, ist er sehr Nahe dran an vielen verschiedenen persönlichen und politischen Meinungen. „Am ernüchterndsten waren Workshops mit Lehrlingen, wo ich feststellen musste, dass einfach irgendetwas Politisches nachgeplappert wurde, was sie irgenwo gehört haben, ohne ein konkretes Wissen dazu zu haben“, erzählt Höretzeder, der früher in Linz lebte. Mit seinen beruflichen Erfahrungen und seinem Unternehmen verfügt er über ein Grundgerüst an Vertriebstruktur, von dem die neue Herzens-Initiative „Laut ist kein Argument“ professionell profitiert und derzeit auch finanziert wird.

Hochqualifiziertes Expertenteam

„Wir haben ein Team mit hochqualifizierten Experten und Trainern aus Linz und Linz Land. Das Workshop-Angebot richtet sich an Alle, vordergründig geht es uns ums Thema und nicht darum Profit zu erwirtschaften“, erzählt der Sozialwirtschafter, der auf eine zehnjährige Erfahrung im Leiten von Workshops zurückblicken kann und verspricht: „Sobald wir aber einen finanziellen Polster haben - wir verzichten komplett auf Förderungen, weil wir unbedingt unabhängig sein wollen, und auch mit Experten aus allen politischen Bereichen zusammenarbeiten - werden wir das Erwirtschafte im Bereich der Jugend und bei Themen wieder einsetzen, die uns am Herzen liegen“.

Plattform gegen Extreme

Sein Idealismus richtet sich gegen Extremismus, Rassismus, Populismus und blinden Nationalismus, eine Menge Arbeit wartet auf den engagierten Waldinger: „Eine eigene Meinung zu einem Thema, kann ich nur dann haben, wenn ich die richtigen Informationen dazu habe, und genau da setzen wir an. Die Menschen sollen ihre Meinungsblasen verlassen, Themen auch aus anderen Richtungen betrachten. Der klassische Populismus-Ansatz muss draußen bleiben. Und dafür biete ich allen eine Plattform“, lädt Höretzeder auch alle weiteren Interessierten ein, Teil des großen Projektes zu werden.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden