Alternative zum Tierleid
Mehr und mehr Menschen wollen mit ihren Kaufentscheidungen die Ressourcen unseres Planeten schonen. Das die vorhandenen Rohstoffe bei gleichbleibendem Bevölkerungswachstum bald erschöpft sind und in Zukunft ohnehin eine Alternative gefunden werden muss, um eine Ernährung zu gewährleisten, ist ein Grund von vielen, weshalb vegane Ernährung eine Alternative darstellen kann. Sich bewusst dazu zu entscheiden keine tierischen Produkte zu verzehren, entlastet die Umwelt und soll gesundheitliche Vorteile bringen. Aber stimmt das? Die Jugendredakteure Magdalena, Nora und Martin sind der Frage auf den Grund gegangen und sprachen mit Diätologin Michaela Perndl und Bernhard Falkner, Inhaber des veganen Burgerladens Front Food.

Veganes Essen – nicht nur Rohkost
Im Herzen von Linz befindet sich Front Food unter der Leitung von Bernhard Falkner, der selbst schon 12 Jahre vegan lebt. Als völliger Quereinsteiger in der Gastronomie hat der überzeugte Veganer sein Geschäftskonzept vor fast drei Jahren erstellt. Inspiriert durch seinen eigenen Lebensstil und einem Drang den Wandel in der Gesellschaft voranzutreiben. „Es müssen bei gleichbleibenden Bevölkerungswachstum, neue Wege gefunden werden, um die Menschheit zu ernähren und den Planeten nicht noch mehr auszubeuten“, erzählt Bernhard Falkner.
Das umstrittene Vitamin B12
Ein Thema das in der Diskussion, um und über vegane Ernährung, oft auftritt. Zu finden ist das Vitamin in tierischen Produkten wie Eier und Milch. Bei einer rein pflanzlichen Ernährung ist es sehr schwierig den Bedarf zu decken. Es gibt ein paar wenige Lebensmittel mit einem Vitamin B12 Anteil, wie Sauerkraut und fermentierte Sojaprodukte. „Diese Lebensmittel sollten gezielt gegessen werden oder ein Präparat eingenommen werden“, so die Diätologin. Bernhard Falkner selbst nimmt keine Präparate zu sich, sondern schwört darauf, durch die Nahrung genug diesem Vitamin aufzunehmen. „Meinen Bedarf decke ich über mit B12 angereicherter Sojamilch.“, erzählt Falkner.
Vegan oder nicht vegan?
Ob eine vegane Ernährung für die Gesundheit Vorteile bringt, kann Diätologin Michaela Perndl nicht bestätigen. „Bei veganer Ernährung werden schnell Fehler begangen und Halbwissen kann fatale Folgen haben“, sagt sie. Der Inhaber von Front Food ist der Meinung mit Recherche und Informationen Fehler vermeidbar sind. Auch die Diätologin kann bestätigen, dass bei rein pflanzlicher Ernährung sehr viele Informationen benötigt werden. „Ebenfalls empfehle ich regelmäßig ein Blutbild machen zu lassen und bei einem Ernährungscoach einen Ernährungsplan zu erstellen“, fügt Michaela Perndl hinzu.
Die Frage vegan oder nicht vegan kann nur für einen selbst beantwortet werden. Beim Genuss von Fleisch kann nicht jeder darüber hinwegsehen, dass Tiere getötet werden. Das Leiden, dass die Milch- und Eierproduktion anrichtet, ist ein Faktor der viele davon abhält tierische Produkte zu verzehren. Um Nutztiere zu versorgen, wird Soja angebaut und dafür muss der Regenwald weichen. Auch das ist ein weiterer Grund für viele Veganer.
Das mangelnde Angebot an veganen Lebensmittel kann ein Hindernis sein das viele von der veganen Ernährung abhält.


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