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OBERÖSTERREICH.  “Jährlich sterben etwa 15 Millionen Menschen an Infektionskrankheiten und damit fast so viele wie an Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems“, erklärt Mediziner Herwig Kollaritsch, leitender Arzt im Zentrum für Reisemedizin. Daher sind weiterhin Anstrengungen notwendig, um den Ausbruch von Seuchen zu verhindern oder die Schäden wesentlich zu begrenzen.    

Eine Folge des Klimawandels – Stechmücken, die Krankheiten übertragen werden häufiger vorkommen. Foto: Foto: jipatafoto89/Shutterstock.com

Durch Klimawandel, das Wachsen der Weltbevölkerung und Migration muss sich die Menschheit auf neue Herausforderungen einstellen. „Die verschieden Faktoren führen dazu, dass neue und oft schon totgeglaubte Infektionen wieder auftreten. Dazu zählen etwa die Vogelgrippe, Zika oder Pest“, erklärt Kollaritsch, der auch darauf hinweist, dass auch Europa nicht von gewissen Krankheiten verschont ist, die man eher in den Tropen vermuten würde. Kollaritsch: „Fälle von Denque kommen unter anderem in Frankreich und Portugal, das West-Nil-Virus in Italien, Griechenland und auch in Österreich vor.“

100.000 tote Kinder durch Masern

Der Mediziner warnt in diesem Zusammenhang jedoch auch gewisse Krankheiten zu sehr in den Fokus zu stellen, andere jedoch zu vernachlässigen. „In einer globalisierten Gesellschaft beunruhigen global wenig relevante Ereignisse wie zu Beispiel der Ebola-Ausbruch 2014 in Westafrika mit insgesamt knapp 30.000 Fällen unverhältnismäßig. Permanente Gefahren, wie zum Beispiel die Masern mit mehr als 100.000 toten Kindern jährlich werden vergleichsweise ignoriert.“


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