Raketen und Co.: 10 Tipps für einen sicheren Jahreswechsel
LINZ. Feuerwerke sind auch aus der Silvesternacht nicht wegzudenken. Während ausgebildete Pyrotechniker im sicheren Umgang mit Feuerwerkskörpern besonders geschult sind, erleiden Privatpersonen beim Hantieren mit Raketen, Böllern und Co. leider immer wieder schwere Verletzungen.

90 Prozent aller Unfälle mit Pyrotechnik passieren in den wenigen Stunden rund um den Jahreswechsel. Die häufigsten Verletzungen betreffen dabei Verbrennungen, Verletzungen, Brüche oder offene Wunden an Händen, Fingern oder an den Augen.
„Auch die extreme Lärmentwicklung führt oft zu Gehörschäden“, weiß Primar Dr. Klaus Katzensteiner vom AUVA-Unfallkrankenhaus Linz. Schließlich können Raketen und Böller bis zu 170 Dezibel erreichen und sind somit um ein Vielfaches lauter als ein Düsenjet. Die AUVA empfiehlt, dass Privatpersonen ebenso wie professionelle Pyrotechniker einen Gehörschutz tragen.
Die AUVA gab zehn weitere Tipps heraus, die Verletzungen verhindern sollen:
- Kaufen Sie nur offiziell zugelassene Raketen und Böller im Fachhandel
- Halten Sie ausreichende Sicherheitsabstände zu Personen und Objekten
- Berücksichtigen Sie die Witterungsverhältnisse wie etwa den Wind
- Versuchen Sie niemals, einen „Blindgänger“ ein zweites Mal zu entzünden
- Entzünden Sie Feuerwerkskörper nicht zu nahe am Körper
- Nutzen Sie nur geeignete Abschussvorrichtungen (keine unbefestigten Flaschen)
- Halten Sie immer einen Kübel Wasser für den Notfall bereit
- Feuerwerkskörper können Kleidung entzünden, achten Sie auf offene Taschen und Kapuzen
- Schließen Sie Fenster und Türen, damit mögliche Irrläufer draußen bleiben
- Beachten Sie die gesetzlichen Bestimmungen über die Arten der erlaubten Feuerwerkskörper sowie mögliche Verbotszonen (So sind etwa Feuerwerkskörper der Kategorie F2 im Ortsgebiet grundsätzlich verboten)


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