Workshops für Kinder: Demokratie hautnah erleben
LINZ. Nach dem Erfolg im letzten Jahr geht das Kinderparlament des OÖ Familienbundes dieses Jahr mit mehr als 400 Schülern in die zweite Runde.

Mehr als 430 Schüler der dritten und vierten Klasse Volksschule – aus insgesamt 23 Schulen und 42 Klassen – nehmen beim Kinderparlament 2018/19 teil. „Die Nachfrage war enorm. 15 Klassen konnten wir leider nur mehr einen Wartelistenplatz anbieten. Das Engagement der Kinder und das durchwegs positive Feedback zeigen uns, dass wir mit unserem Kinderparlament am richtigen Weg sind“, ist OÖ Familienbund-Landesobmann Bernhard Baier überzeugt. „Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit. Aus diesem Grund ist es wichtig, das Bewusstsein für Demokratie zu stärken“, lobt Landtagspräsident Viktor Sigl das Projekt.
Demokratie als Erlebnis
Nach dem Motto „Wir machen Demokratie zum Erlebnis!“ erhalten die Kinder in dreistündigen Workshops spielerischen Zugang zum Thema Demokratie und erarbeiten gemeinsam Ideen und Konzepte zur Verbesserung ihres Lebensumfeldes. Am Ende eines jeden Workshops wählen die Kinder anonym das wichtigste Anliegen ihrer Klasse. Das Thema mit den meisten Stimmen wird von den Schülern kreativ aufbereitet. Dies kann in Form eines Videos, einer Zeichnung, eines Gedichtes etc. geschehen. Bis zum 15. Februar 2019 können alle teilnehmenden Schulklassen ihre Projekte an den OÖ Familienbund senden.
Beste Arbeiten werden ausgezeichnet
Eine Jury wählt die besten drei Arbeiten aus. Die Gewinner präsentieren ihr Projekt Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer und OÖ Familienbund-Landesobmann Bernhard Baier und erhalten eine Führung durch das Landhaus mit Landtagspräsident Viktor Sigl. „Wir laden die drei Gewinner-Klassen zu einer Landhausführung ein, damit die Kinder auch den „Original-Schauplatz, wo Politik gemacht wird“ einmal live sehen“, freut sich Sigl schon auf das Treffen im Landhaus.
„Werkstatt für Demokratie“
Zudem haben bei der „Werkstatt für Demokratie in Oberösterreich“ mehr als 400 Jugendliche im Alter von 10 bis 15 Jahren Ende März wieder für eine Woche das Landhaus fest in der Hand. Schüler erforschen im Rahmen der Workshop-Woche, wie Politik und Demokratie funktionieren. „Politische Bildung kommt in den Schulen teilweise zu kurz. Wir ermöglichen jungen Menschen ab 16 Jahren zu wählen. Deshalb ist es der Auftrag des Landtags, die Jugendlichen aktiv über Politik und Demokratie zu informieren“, sieht Sigl die Werkstatt für Demokratie als bewährtes und erfolgreiches Projekt. Das zeigt auch das große Interesse an der Werkstatt für Demokratie: 71 Klassen aus 48 Schulen haben sich für die 18 zur Verfügung stehenden Workshops gemeldet.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden