Welt-Autismus-Tag 2. April: Aktionstag am Linzer Hauptplatz
LINZ. Am morgigen 2. April ist internationaler Welt-Autismus-Tag. Von 10 bis 16 Uhr machen Sozialeinrichtungen dort auf die Bedürfnisse von Menschen im Autismus-Spektrum und notwendige Unterstützungsmaßnahmen aufmerksam.

In Österreich leben schätzungsweise an die 87.000 Betroffene im Autismus-Spektrum mit sehr unterschiedlichen Ausprägungen, viele ohne Diagnose und manche gesellschaftlich isoliert.
„Was siehst du?“: Selbst in Wahrnehmungswelt eintauchen
Menschen im Autismus-Spektrum nehmen ihre Umgebung anders wahr als die meisten Menschen. Mit der Frage: „Was siehst du?“ werden Passanten am Aktionstag am Linzer Hauptplatz eingeladen, in die Wahrnehmungswelt von Menschen mit Autismus einzutauchen. Wie ist es, wenn ein Text zu schreiben ist, und man dabei aber durch laute Geräusche oder unregelmäßiges Klopfen auf die Schulter abgelenkt wird?
Erlebnisstationen und Fotoausstellung
Besucher können vor Ort in Erlebnisstationen erfahren, wie sich Menschen im Autismus-Spektrum fühlen, was sie sehen, was sie hören und was sie wahrnehmen. Eine Fotoausstellung mit Bildern der Linzer Fotografin Doris Reinthaler und Bildern von Menschen mit Autismus gibt ebenfalls Einblick in die Welt und das Leben von Menschen mit Autismus.
Experten der Sozialeinrichtungen Autistenhilfe, Barmherzige Brüder, Diakoniewerk, Diakonie Zentrum Spattstraße und Caritas für Menschen mit Behinderung stehen am Aktionstag Rede und Antwort und informieren über Angebote und Unterstützungsmöglichkeiten. Die LINZ AG unterstützt den Aktionstag als Sponsor.
Wissen hilft
Das Wissen über das Autismus-Spektrum und über Unterstützungsmöglichkeiten kann im Alltag sehr helfen. So haben Menschen im Autismus-Spektrum eine besondere Informations- und Wahrnehmungsverarbeitung. Auffälligkeiten zeigen sich vor allem im sozialen Miteinander und durch eingeschränkte, sich wiederholende Verhaltensmuster, Interessen und Aktivitäten. Sie zeigen oft auch starke Über- oder Unterempfindlichkeiten gegenüber Reizen aus der Umwelt wie bestimmten Geräuschen, Gerüchen, Berührungen, Materialien, Lichtreizen oder Blickkontakt und reagieren auf zu viele Reize häufig mit Überforderung.


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