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LINZ. Durch Borkenkäfer und Eschentriebsterben ist auch die Stadt Linz als „Förster“ gefordert 500 Hektar Wald aufzuforsten. Knapp die Hälfte der Baumpflanzungen ist abgeschlossen.

Vizebürgermeister Bernhard Baier und Stadtförster Rudolf Horner Foto: Stadt Linz
Vizebürgermeister Bernhard Baier und Stadtförster Rudolf Horner Foto: Stadt Linz

18 Prozent des 96 Quadratkilometer großen Stadtgebiets von Linz sind bewaldet. Insgesamt befinden sich in der Stadt 1.724 Hektar Wald, der wie ein schützender Gürtel im Norden, Süden und Westen in Linz liegen. Davon befinden sich 500 Hektar im Eigentum der Stadt, der Rest ist Privateigentum. Urfahr und der Linzer Süden verfügen über den größten Waldanteil.  Heiße Sommer mit Rekordtemperaturen und die Trockenheit machte den Wäldern zu schaffen und verhalf dem Borkenkäfer zu idealen Bedingungen.

Winklerwald komplett aufgeforstet

„Die Aufforstungen durch die städtische Forstpartie mit Stadförster Rudolf Horner an der Spitze, laufen auf Hochtouren. Der Winklerwald wurde bereits komplett aufgeforstet und im Schiltenbergwald, eine der größten Linzer Waldbesitzungen, konnte bereits die Hälfte der neuen Baumpflanzungen abgeschlossen werden“, so Vizebürgermeister Bernhard Baier. Stadtförster Rudolf Horner und fünf weitere Mitarbeiter kümmern sich um den Linzer Stadtwald, unterstützt von der Hilfe durch Fremdvergaben stellt man sich der Herausforderung der Aufforstung. Der Linzer Stadt-Wald ist nicht nur wertvoller Lebensraum, Naherholungsoase, Trinkwasserfilter und grüne Lunge zugleich. Er ist auch ein wahres Multitalent, der trägt zur Verbesserung des Klimas und des Wasserhaushalts sowie zur Einhaltung und Erneuerung von Wasser und Luft bei.

Standortgerechte Jungpflanzung

„Die standortgerechten Jungpflanzen wurden auf Basis des Linzer Baumpflanzungskonzeptes ausgewählt und die Baumpflanzungen werden nach ökologisch nachhaltigen Gesichtspunkten durchgeführt, um eine möglichst lange Lebensdauer zu erreichen. Ziel ist es einen widerstandsfähigen, ökologischen und wertvollen Mischwaldbestand zu schaffen“, erklärt Baier. 90 Prozent der Eschen sind vom Pilz befallen und sterben nach der Zeit ab. Schädlinge verbreiten sich rasch und können in kurzer Zeit bei Fichtenmonokulturen bis zum Totalausfall bei Wäldern führen. Im Linzer Stadtteil Ebelsberg sind die Aufforstungen im Schiltenbergwald in vollem Gange. Bisher wurden mehr als vier Hektar Wald mit 1.500 Bäumen bepflanzt. Damit ist knapp die Hälfte der notwendigen Aufforstungsarbeiten auf dem Areal abgeschlossen: Vorrangig wird wie auch im Winklerwald mit Hainbuchen, Eichen und Lärchen aufgeforstet. Sie ersetzen die vom Borkenkäfer befallenen Fichten sowie erkrankte Eschen. Die Naturverjüngung findet durch Ahorn, Vogelkirsche und Eichen statt. Im Schiltenbergwald müssen von der Stadt Linz noch fünf Hektar aufgeforstet werden, das entspricht etwa sieben Fußballfeldern.

Laubholz-Naturverjüngung

Die Aufforstungen im fünf Hektar großen Winklerwald am Froschberg sind bereits abgeschlossen. Auf insgesamt knapp 1,3 Hektar wurden im Frühjahr 2019 etwa 500 Bäume neu gepflanzt. Sie ersetzen damit jene vom Eschensterben betroffenen Pflanzen. In diesem Gebiet ist die Naturverjüngung sehr stark ausgeprägt: Ahorn, Eichen, Vogelkirsche und Nussbäume wachsen durch angeflogene Samen nach. In den Waldflächen des Haselgrabens erfolgt die Bewaldung in erster Linie durch Laubholz-Naturverjüngung. Dieser ist grundsätzlich prioritäre Bedeutung zuzumessen, die Bäume, die von selbst austreiben, werden besonders gefördert, da sie am besten anwachsen. Wichtig ist, aber auch, dass die gepflanzten Jungbäume über Jahre gepflegt werden, unter anderem ausgemäht und vor Wildverbiss geschützt. Der Plan für die nächsten Jahre ist, den Fichtenbestand nach Aufarbeitung der Schäden kontinuierlich durch Laubholz (ohne Esche) zu ersetzen, um einen standortgerechten und gesunden Waldbestand für die kommenden Generationen zu garantieren.


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