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LINZ. Dieser Versuchsballon birgt mehr als nur warmen Rauch: Ein Pilotprojekt, in dem aus einer Mitarbeiteridee eine Gesundheitsinitiative entstand, wurde im Ordensklinikum Linz Barmherzige Schwestern gestartet. Zehn Ex-Raucher stehen ihren Kollegen beim Abschied von der Zigarette zur Seite.

Begleitet von den Betriebspsychologinnen Brigitte Schanda (3.v.l.) und Veronika Wiesinger (2.v.r.) stehen Anti-Rauchermentoren, die es selbst geschafft haben, entwöhnungswilligen Spitalskollegen zur Seite. Foto: Ordensklinikum/Herbe

Vom blauen Dunst loszukommen ist ein harter Weg. Das wissen alle, die es geschafft haben oder auch daran gescheitert sind. „Oft steuern gerade Freunde oder Kollegen jenes Quäntchen an Motivation und Kraft bei, das zum erfolgreichen Abschied von der Zigarette gefehlt hat. Vertrautheit und lockere, nicht schulmeisternde Kommunikation untereinander im Kollegenkreis helfen dabei enorm. Die Initiative wird professionell begleitet und koordiniert, dazu vermitteln wir einige psychologische Werkzeuge, die das Helfen untereinander erleichtern. Auf diesem neuen Weg  setzt das hauseigene Rauchstopp Mentoring-Programm unseres Betriebsgesundheitsteams an“, freut sich die Projektkoordinatorin, Betriebspsychologin Veronika Wiesinger.

Zehn erfolgreiche Neo-Nichtraucher mit Berufen und Positionen quer durch das ganze Krankenhausspektrum haben im November einen dreistündigen Workshop absolviert, der sie gezielt auf hilfreiche Gespräche im persönlichen Umfeld vorbereitet, um entwöhnungsinteressierten Kollegen mit Rat, Tat und Motivation beizustehen. Kein Raucher wird gedrängt oder ungefragt angesprochen. Wer aber von der Zigarette loskommen will, der kann sich an einen der Mentoren wenden, sich über Erfolgs- und Frusterlebnisse austauschen und Tipps von Kollegen für Kollegen holen. Selbstverständlich steht auch das innerbetriebliche Gesundheitsteam Entwöhnungswilligen zur Seite.

Im Pilotprojekt werden nun erste Erfahrungen gesammelt, danach soll das Mentoringprogramm sukzessive breiter ausgebaut werden.


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