Schulschließungen bleiben Thema: Kinderfreunde geben am 9. Juli den Kindern eine Stimme
LINZ/OÖ. Nicht nur eine Kundgebung vor dem Landhaus am vergangenen Montag beschäftigt sich mit dem Thema Lockdown und Schulschließung: Am Donnerstag, 9. Juli von 8.30 bis 9.30 Uhr lassen dort auch die Kinderfreunde Oberösterreich die Kinder zu Wort kommen.

Bereits während des Lockdowns haben die Kinderfreunde stets kritisiert, dass zu wenig auf die Bedürfnisse der Kinder geschaut wird. Den Familien wurde generell viel abverlangt – zu viel findet auch Kinderfreunde Geschäftsführerin Doris Margreiter. „Die Schulschließungen sind nun das i-Tüpfelchen. Eltern und vor allem auch die Kinder wurden vor vollendete Tatsachen gestellt und gleichzeitig schwer enttäuscht. Uns ist klar, dass Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung gesetzt werden müssen, aber muss es immer die Familien und Kinder am meisten treffen? Schule zu und Puffs auf – das ist für uns so nicht in Ordnung.“
Kundgebung, Lesung & Zeugnisverteilung
Es wird Zeit, dass nun Kinder zu Wort kommen. Dazu veranstalten die Kinderfreunde Oberösterreich am Donnerstag, von 8.30 bis 9.30 Uhr eine Kundgebung vor dem Landhaus.
„Uns haben zahlreiche Geschichten von Familien erreicht, wie es ihnen in letzter Zeit ergangen ist und wie sich ihre Kinder fühlen. Genau diese Geschichten werden wir vor dem Landhaus anlässlich der Landtagssitzung vorlesen, damit auch endlich die Kinder gehört werden. Abschließend bekommt dann die Landesregierung von uns symbolisch ein Zeugnis zum Schulschluss. Wir sind ja grundsätzlich gegen Ziffernoten, aber in diesem Fall wäre es schlichtweg eine 5“, sagt Margreiter.
Live-Übertragung
Familien sind aufgerufen an der Kundgebung teilzunehmen. Der Ein-Meter-Sicherheitsabstand soll eingehalten werden und alle Teilnehmer sollen Mund/Nasen-Schutz tragen. Die Lesung wird auch live via Facebook gestreamt: https://www.facebook.com/KinderfreundeOberoesterreich/
„Emotionaler Supergau“
Bereits am Montag protestierten rund 150 Eltern und Kinder vor dem Linzer Landhaus gegen die aus ihrer Sicht „unvorbereiteten und nicht nachvollziehbaren“ Schließungen von Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen in fünf oberösterreichischen Bezirken. Diese seien ein „emotionaler Supergau“ gewesen.


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